Jahresbrief 2015

Liebe Sponsoren, liebe Mitglieder und Freunde,

meinen diesjährigen Jahresbrief möchte ich mit einer kleinen Geschichte von Donald Quimbly beginnen:

„Ein Mann,  der am Strand entlang ging, sah ein Kind vor sich, das Seesterne aufhob und ins Meer warf. Er fragte den Jungen, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen blieben. „Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen hier“ erwiderte der Mann. „was macht das für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“ Der Junge blickte  den Seestern in seiner Hand liebevoll an und sagte: „Für diesen hier macht es einen Unterschied!“ und warf ihn in die rettenden Fluten… .

Auch ich werde oft nach meiner Motivation gefragt und  ob es denn überhaupt Sinn mache, in einem korrupten Land wie Kenia zu helfen?

Ja, es macht Sinn, Sie können sich gar nicht vorstellen , wie groß meine Freude ist, wenn ich das Schulgrundstück betrete und Gemurmel und Gesang aus den Klassen zu mir dringt und ich sehe, welche Fortschritte diese Kinder gemacht haben. Es ist das größte Geschenk überhaupt und lässt mich vergessen, welchen Widrigkeiten ich  in Kenia so manches Mal ausgesetzt bin. Deshalb bin ich unendlich froh, dass es hier doch einige Menschen gibt, die mein Motiv verstehen und Vertrauen in die Arbeit unseres Vereins setzen, indem sie uns finanziell unterstützen. Wir müssen nicht die ganze Welt retten, um Veränderung zu bewirken. Jede kleine Tat kann etwas positiv verändern.

Ich denke, gerade jetzt , wo Flüchtlingsströme Deutschland und andere EU Länder vor eine große Herausforderung stellen, ist es umso wichtiger, Menschen in Krisengebieten und in Dritte Welt Ländern vor Ort zu helfen, um zu verhindern, dass sie sich verständlicherweise -weil chancenlos- aufmachen, um in Europa ein besseres Leben führen zu können.

Wir versuchen einigen wenigen Kindern in Kenia eine Perspektive zu geben, mit Ihrer Hilfe ist das möglich und ich wünschte, sie könnten die leuchtenden Augen dieser Kinder sehen, die noch Träume haben und trotz eines Lebens in absoluter Armut die Hoffnung  nicht aufgeben. Wir mit unserer Mentalität hätten das schon längst getan, denn Hakuna Matata ….“Alles wird gut“…. liegt uns nicht im Blut.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen Allen das Buch „Safari des Lebens“ von John Strelecky wärmstens ans Herz legen. Eine lesenswerte Lektüre, die zum Nachdenken anregt.

Nun aber möchte ich Ihnen/Euch -wie in den vergangenen Jahren- zum Jahresende mitteilen, was der Verein im  Jahr  2015 mit Ihren/Euren Spendengeldern an der Schule in Kenia umsetzen konnte.

Die Anzahl der Schüler der Habari Njema Hope Academy ist in diesem Jahr auf ca. 170 Kinder gestiegen, es gab aber leider auch -wie so oft in den vergangenen Jahren- einige Schulabgänger. Die Kinder haben aus verschiedenen Gründen die Schule verlassen, häufigste Gründe waren Trennung der Eltern, Tod eines Elternteils und Umzug aus wirtschaftlichen Gründen. Ich bitte, die Paten nicht enttäuscht zu sein, wenn Kinder gehen. Sie haben trotz alledem an der Schule für einen gewissen Zeitraum Bildung genossen und den Grundstein der Wichtigkeit des Lernens  mit auf den Weg bekommen. Bitte unterstützen Sie stattdessen dann ein anderes bedürftiges Kind.

Trotz des Weggangs einiger Schüler hat die Gesamtzahl zugenommen, sicherlich auch aufgrund des guten Rufs der Schule. Die Lehrer machen einen guten Job, investieren viel Zeit und Extrastunden, was sich in den guten Ergebnissen der Kinder wiederspiegelt. Manchmal sind die Methoden des Lernens für uns befremdlich, doch in Kenia lassen sich Dinge nur ganz langsam ändern, wir können nicht von außen kommen und erwarten, dass alles so gemacht wird wie hier. Pole Pole …langsam sind Veränderungen möglich, was uns Europäern viel Geduld abverlangt.

Hier die Ergebnisse aus Term 3:

Klasse 1 von 700 Punkten in der Gesamtwertung

  1. Samuel Ndungu   666
  2. Gift Suheri     662
  3. Earnest Ahingula 656          Durchschnittswert der Klasse  553

Klasse 2

  1. Amin Ngumbau  670
  2. Binti Mariaka   664
  3. Riziki Bahati  660                Durchschnittswert der Klasse 527

Klasse 3

  1. Kennedy Kilonzo  674
  2. Franklin Kaviti  668
  3. Kelvin Mutungoi 653           Durchschnittswert der Klasse 547

Klasse 4 von 500 Punkten in der Gesamtwertung

  1. Ann Nabuku  428
  2. Happy Kenga   422
  3. Rose Zamani  405               Durchschnittswert der Klasse 344

Klasse 5

  1. Salim Said  368
  2. Faith Musyoka  356
  3. Eric Godfrey  352                  Durchschnittswert der Klasse 314

Klasse 6

  1. Faith Kayaro 357
  2. Ian Wamburu 333
  3. Alex Mutia 331                      Durchschnittswert der Klasse 293

Klasse 7

  1. Mwanamkuu Hamisi  385
  2. Timothy Kilelo  342
  3. Mwaruwa Zuma 342                  Durchschnittswert der Klasse 283

Klasse 8 hat die landesweiten KCPE Examen geschrieben. Die Ergebnisse werden frühestens im Dezember oder Januar bekannt gegeben. Ich gehe aber davon aus, dass wieder alle Kinder an einer weiterführenden Secondary School, sprich Gymnasium unterkommen werden.

Im Februar 2015 konnten während meines Aufenthaltes in Kenia ein neuer Klassenraum (Spende Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen Lippe)  und die Schulmauer (Spende Stadtgymnasium Köln/Porz) fertiggestellt werden, außerdem wurden wieder etliche Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten erledigt.

Dr. Mwakoma hat wie in den vergangenen Jahren die Kinder auch in diesem Jahr 2x  „Vorsorge“ untersucht , der Medikamentenbestand konnte im September durch die gewonnene Abstimmaktion bei der ING DiBa wieder aufgefüllt werden. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Alle, die für unseren Verein abgestimmt haben und Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen etc. auch noch motivieren konnten!

In Term 1 & 2 konnten wir wieder für alle Kinder /Materialien mithilfe des Sponsorings von Ben Robinson aus England finanzieren. Ben hatte zudem für 30 Kinder Patenschaften (Schulgebühr!) übernommen, diese aber recht spontan aus persönlichen Gründen zum September aufgekündigt. Dies stellt uns seitdem vor ein großes Problem.

Auch in diesem Jahr war die Sicherstellung der regelmäßigen Schulspeisung nicht einfach. Zur Erklärung, die Schulspeisung wird nach wie vor allein durch die 50€ Patenschaften getragen. Da wie in 2014 zu wenig Patenschaften vorhanden waren, wurde wieder durch Einzelspenden der Praxen Dr. Delbanco/Merzenich und Elfi Hörmann aus Österreich, der Etat aufgestockt, um genügend Nahrung bis Jahresende  zur Verfügung stellen zu können.  Deshalb an dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN an all diejenigen, die uns mit ihrer 50€ Patenschaft unterstützen und an diejenigen, die mit ihren großen Einzelspenden den Etat aufgestockt haben.

Durch die immer noch steigenden Nahrungsmittelpreise benötigen wir mittlerweile  4500€/Jahr für die ca. 170 Kinder. Nach wie vor versuchen wir den Speiseplan einigermaßen abwechslungsreich zu gestalten, frisches Obst und Gemüse gibt es jetzt vermehrt aus dem größer gewordenen Schulgarten oder wenn ich selbst vor Ort bin und auf dem Markt einkaufe.

Welche Anschaffungen wurden 2015 mit Spendengeldern getätigt:

  • ein neuer Klassenraum (Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen Lippe)
  • eine Schulmauer rund um  das Schulgelände mit 2 Toren (Stadtgymnasium Köln/Porz)
  • eine große Rutsche mit Spendengeldern aus Bayern, die Helga Lauseker gesammelt hat
  • 60 kg Second Hand Kleidung für die Kinder von Helga Lauseker (Februar 2015)
  • Schreibtische /Stühle  und Schulbänke dank der Spenden von Fam. Issel, Helga Lauseker (Februar 2015) und Frau Dabek Völkert (September 2015)
  • 12 Matratzen für das Boarding von  Philine Klock
  • Schulbücher im Wert von 450€  Herr Lenz
  • Medikamente und Doktor bis September 2016  ING DiBa Gewinn
  • Essenszuschuss Praxis Dr. Delbanco/Merzenich und Elfi Hörmann
  • Schulhefte und Schreibmaterial für alle Kinder Term 1&2 Ben Robinson, Term 3 Familie Flügel
  • Reparaturarbeiten (Küche/Klassenräume etc. ) Einzelspenden/ Stadtgymnasium Köln/Porz
  • Ausflug Shimoni für 80 Kinder Spendendosen Friseursalon Grummert, Praxis Fakhim Haschemi sowie Philine Klock  und Freunde
  • 30 „Talare“ für die Examensfeiern Stadtgymnasium Köln/Porz
  • 24 neue Uniformen, div. Einzelsponsoren sowie Stadtgymnasium Köln/Porz
  • 3 Bäume /1 Palme  (Frau Dabek-Völkert)
  • Hilfe in Notlagen, Transport zum Krankenhaus etc. Einzelspenden

Wie bereits erwähnt ist leider aus persönlichen Gründen unser Sponsor aus England abgesprungen, er hatte seit Mai 2014 für 30 Kindern das Schulgeld bezahlt. Für einige Kinder haben wir bereits einen neuen Paten gefunden, herzlichen Dank dafür! Ich möchte auch Hanno Schell danken, der in seinem Freundeskreis viele Paten werben konnte. Einige waren sogar vor Ort und haben ihre Patenkinder persönlich kennengelernt.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war für mich, dass erstmals ein Gründungsmitglied unseres Vereins, meine Freundin Gunhild, mit mir im September nach Kenia geflogen ist. Gunhild war sofort verzaubert von Land und Leuten und insbesondere den Kindern der Schule. Ihre Familie unterstützt von Anfang an drei Kinder, die sie jetzt persönlich kennenlernen durfte. Gunhild wird sicherlich nicht das letzte Mal mit mir in Kenia gewesen sein. Der „Afrika-Virus“ hat sie voll erwischt.

Ich möchte den Jahresbrief mit den Worten ASANTE SANA – VIELEN DANK-  schließen. Ich bin dankbar, dass Sie die Arbeit unseres Vereins  in Kenia unterstützen und damit ganz sicher zu einer positiven Veränderung im Leben einiger kenianischer Kinder beitragen. Wer Interesse hat, mit nach Kenia zu reisen, der kann sich gern bei mir melden.

Im Februar 2016  werden Sie hier wieder über Aktuelles informiert.

Ich grüße Sie Alle ganz herzlich und  wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familien.

Ina Wolst     K640_IMG_4092 (2)

Tag der offenen Tür am Stadtgymnasium Köln/Porz

Am heutigen Samstag, den 7.11.2015, wird sich die „Eine Welt Gruppe“ des Stadtgymnasiums unter der Leitung von Frau Immhoff und Frau Schultze am Tag der offenen Tür mit einem Waffelstand in der Cafeteria präsentieren. Frau Wolst wird mit einem Kenia Infostand und Kunsthandwerk aus Kenia vertreten sein! Bilder Folgen!

IMMER WENN ICH AN KENIA DENKE, DENKE ICH AN DIESE WUNDERBAREN KINDER!!!

Als das Schulprojekt „Habari Njema Hope Primary School“ vor Jahren gestartet wurde, entschieden meine Familie und ich uns sofort, 3 Schüler zu unterstützen (ein Patenkind für jedes unserer Kinder als Brieffreund/ -freundin). Darüber hinaus bin ich eine der Gründerinnen dieses gemeinnützigen Vereins Tuko Pamoja Kenya e.V., weil dieses Projekt mir eine Herzensangelegenheit ist.

Als Ina mich im Januar 2015 fragte, ob ich mit ihr im September nach Kenia reisen würde, entschied ich mich innerhalb weniger Stunden dafür. Schon als Kind träumte ich von Kenia…

Dank Turkish Airlines hatten wir je 56 kg Gepäck zur Verfügung (46 kg regulär und 10 kg Charity Gepäck) – das waren vor allem Kleidung und Schuhe für die Kinder, Sonnenbrillen, Hüte und Kappen, Becher, Patengeschenke, Briefe. An der Schule wurden wir herzlich willkommen geheißen. Wir übergaben Patengeschenke und Briefe. Jede/r Schüler/in bekam entweder Kleidung oder Schuhe, Schlüsselband etc. – je nach seinen/ ihren Bedürfnissen.

Unsere Patenkinder das erste Mal zu treffen hat mich sehr berührt… all diese Kinder kennenzulernen hat mich überwältigt! Ich konnte nicht anders als zu denken, dass ich ihnen all meine Liebe schenken möchte! Am Anfang waren sie schüchtern, aber dann fassten sie doch Vertrauen zu mir und unsere Beziehung wurde inniger!

Die Fortschritte in der Schule zu sehen, zu sehen, wie hart diese Schüler arbeiten, um gute Noten zu erzielen – sie wissen: „Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg!“  Es ist erstaunlich zu sehen, unter welchen Umständen diese kenianischen Kinder wirklich fleißig für die Schule lernen, verglichen mit unseren verwöhnten Kindern! Die Kinder aus dem Boarding (Klassen 5-8) beginnen um fünf (!!!) Uhr morgens mit Wiederholungen!!! Sie bleiben bis 18:00h nachmittags an der Schule: Unterricht und Wiederholungsphasen abwechselnd. Außer ihrer Stammessprache sprechen diese Kinder Swahili und werden in englischer Sprache unterrichtet. Bewundernswert!

Immer wenn Ina vor Ort ist, kommt Dr. Mwakoma für einen Tag an die Schule, um die Schüler und ihre Familien zu untersuchen. Der Medikamentenbestand wurde für den „Arzt-Tag“ wieder aufgestockt: Antibiotika, Hustenmedikamente, Antimykotika, Wundsalben, Malaria Test Kits etc. Ermöglicht wurde dies durch die Spendenaktion der ING DIBA im Juni 2015, bei der unser Verein dank all derer, die dafür abgestimmt haben, 1000,-€ erhielt.

Die Kinder wurden gewogen, dies wurde mit Name und Alter auf einer Karteikarte dokumentiert. Kenianische Kinder sind ganz anders als deutsche: sie haben sich ordentlich aufgereiht und geduldig gewartet, bis sie an der Reihe waren. Kein Gemaule, kein Streit – bewundernswert!

An diesem Tag untersuchte Dr. Mwakoma ca.100 Personen, viele Menschen wurden mit Medikamenten versorgt und sie erhielten genaue Einnahmeanweisungen. Einer unserer Schüler wurde an die Augenklinik in Ukunda überwiesen.

Dank einiger Spender konnten wir an diesem Tag Essen für Alle anbieten, die zur Gesundheitsuntersuchung an die Schule kamen (der Koch, Mr. Mutinda, backte Mandazis). Außerdem konnte Saft angeboten werden (normalerweise trinken die Kinder Wasser aus der Leitung). Dank Helga, einer Sponsorin aus Bayern, konnten wir 200 Bananen und Lollies für die Kinder kaufen. Am Ende des „Arzt-Tages“ feierten wir mit Lehrern und Kindern – schnell wurde eine Disko organisiert. Wir hatten so viel Spaß! Kenianer sind Naturtalente im Tanzen – es war wirklich unglaublich, sie tanzen zu sehen! Überall glückliche Gesichter!

Einen Nachmittag hatten wir eine kleine Feierstunde, weil die verstorbene Frau P. Dabek dem Verein Geld hinterlassen hatte, um 10 neue Schulbänke sowie 15 Einzelschreibtische und 15 Stühle anzuschaffen (eine weitere Schulbank wurde vom Leistungskurs Biologie 2015/2016 des Stadtgymnasiums gesponsert). Außerdem wollte sie, dass die Kinder im Schatten spielen können, daher wurden 3 schnellwachsende Bäume und eine Palme zu ihrer Erinnerung gepflanzt. Es war sehr anrührend, als die Kinder nach der Pflanzaktion ein besonderes Lied für sie sangen.

Eine weitere wichtige Anschaffung waren Bücher zum Wiederholen des gelernten Stoffes, für alle Klassen und alle Fächer (Mathe, Englisch, Religion, Sozialkunde, Suaheli, Naturwissenschaft, Lexika). Vielen Dank an Hajo Lenz, der gezielt für die Anschaffung neuer Bücher anlässlich seines Geburtstages gespendet hat. Wir verbrachten einige Stunden im Buchladen, um die gewünschten Bücher zu kaufen, anschließend mussten sie gestempelt, beschriftet und in Folie eingeschlagen werden.

Für die Bedürftigsten unserer Schüler wurden neue Schuluniformen und Schulschuhe angeschafft. 26 Uniformen wurden von der Schneiderin genäht, während wir vor Ort waren. Zusätzlich kauften wir auf dem Markt 10 Paar Schulschuhe incl. 3 Paar Socken für jeden dazu. Das war allerdings die wahre Herausforderung. Nachdem wir nach mehr als einer Stunde endlich alle benötigten Schuhe in der richtigen Größe und Art (Junge oder Mädchen) zusammen hatten, versuchte der Verkäufer uns über den Tisch zu ziehen und verlangte den 3-fachen Preis. Es war ein harter Kampf, um nicht den „Muzungu“-Preis zu zahlen, da wir das gespendete Geld nicht so verschwenden können. Nach 2 Stunden hatten wir endlich Erfolg und haben den regulären Preis für die Schuhe bezahlt.

Dank einer örtlichen Autowerkstatt/ Reifenhandel, die von einem Inder geführt wird, erhielten wir 6 gebrauchte Reifen für die Schaukeln bzw. einfach so zum Spielen – sogar umsonst, weil es für die Kinder ist! Dafür waren wir mehr als dankbar!!!

Ein zukünftiger Plan ist, wieder einen Container mit Spendengepäck zu organisieren. Da es aber mehr als schwierig ist, diesen am Hafen in Mombasa auszulösen, entschied Ina, die örtliche Behörde um Unterstützung zu bitten (Ministerium für Bildung/Gesundheit und Tourismus), um eine Einfuhrgenehmigung zu erhalten. Durch einen glücklichen Umstand (durch einen einheimischen Koch, den wir im Hotel kennengelernt hatten) wurden wir dem örtlichen Beamten (subcounty administrator) von Kwale, Khamisi Mwandaro, und seiner Frau vorgestellt. Mr. Mwandaro war sehr interessiert an der Habari Njema Hope Primary School, unserem Verein, der bereits getätigten Arbeit. Deshalb besuchte er direkt am folgenden „Arzt-Tag“ die Schule und sprach mit den Schülern und ihren Eltern. Er diskutierte Bildungsangelegenheiten mit den Lehrern und versprach Unterstützung in jeglicher Weise.

Er war sehr beeindruckt von den Fortschritten an der Schule in den letzten Jahren (dank der kontinuierlichen Unterstützung des Stadtgymnasiums Porz, der Gesellschaft für Dauergrabpflege und vieler vieler Spender): Gebäude, Klassenräume, Spielbereich, Schulgarten, Gesundheitsvorsorge, Patenschaften für Bildung und Mahlzeiten.

Diese Reise nach Kenia war für mich ein einmalig schönes, beeindruckendes Erlebnis! Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht einmalig bleiben wird, Afrika/ Kenia/ die Menschen dort/ v.a. aber die Kinder haben mich verzaubert! Ich werde wiederkommen!

Gunhild Lehmann

Ausblick:

Dieses Jahr wird Term III (3. Schuljahresdrittel) am 13. November enden. Die landesweiten Abschlussexamina KCPE werden dieses Jahr vom 9. bis 11. November geschrieben. Dazu müssen die Schüler der 8 .Klasse an eine andere Schule gehen, der Transport dorthin und die Kosten der Abschlussfeier werden vom Verein getragen. Schuljahresende und erfolgreiche Abschlussprüfungen werden gebührend gefeiert werden. Für die Achtklässler (Schulabgänger) und die zukünftigen Erstklässler wurden dazu vom Verein, mit einer Spende des Stadtgymnasiums Köln/Porz, 30 Talare und Hüte angeschafft, die fortan im Bestand der Schule bleiben.

Fotos und ein Bericht über die Abschlussfeierlichkeiten folgen bald. Die Schule schließt in diesem Jahr bereits am 13.11.2015.

Schulalltag im Juli

Im Schulgarten wächst alles wunderbar…, es kann bald geerntet werden.

Sportunterricht in Kenia:

Term II Ergebisse der jeweiligen Klassen

Erfreuliche Ergebnisse, die wieder bestätigen, dass alles einen Sinn macht, wenn es auch manchmal äußerst Mühsam ist. An dieser Stelle eine kleine Geschichte von Donald Quimbly: “ Ein Mann, der am Strand entlang ging, sah ein Kind vor sich, das Seesterne aufhob und ins Meer warf. Er fragte den Jungen, warum er das tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenuntergang hier liegen blieben: „Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende Sterne liegen hier“, erwiderte der Mann. „Was macht das für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“ Der Junge blickte den Seestern in seiner Hand liebevoll an und sagte: „Für diesen hier macht es den Unterschied und warf ihn in die rettenden Fluten…“.

Man muss nicht die ganze Welt retten, um Veränderung zu bewirken. Kenia mit seinen Kindern hat mir gezeigt, dass jede kleine Tat etwas positiv verändern kann.

Deswegen möchte ich an dieser Stelle betonen, wie stolz ich auf die Schüler und Lehrer der Habari Njema Hope Schule bin.

Im Folgenden werden die jeweils 3 Klassenbesten namentlich genannt. Das habt ihr prima gemacht und ihr habt meine größte Anerkennung, weiter so!!!

Klasse 1

von 700 erreichbaren Punkten:

  • Riziki Bahati  684
  • Samuel Ndungu 658
  • Khyra Saghe  656

Klasse 2

  • Amin Ngumbau  668
  • Binti Mariana  660
  • Joseph Kimanthi 648

Klasse 3

  • Kennedy Kilonzo  692
  • Franklin Kaviti  664
  • Peter Kiio  662

Klasse 4    Position 7 von 47 Schulen im District

von  500 erreichbaren Punkten

  • Ann Nabuku   397
  • Happy Kenga  387
  • Kelvin Wanjie  367

Klasse 5   Position 9 von 47 Schulen im District

  • Salim Said  357
  • Omar Bakari  346
  • Eric Godfrey 324

Klasse 6   Position 8 von 47 Schulen im District

  • Stacy Nyakio  336
  • Faith Kayaro 318
  • Mangale Zuma 296

Klasse 7    Position 12 von 47 Schulen im District

  • Timothy Kilelo  316
  • Mwaruwa Zuma 312
  • Dorcas Michael  304

Klasse 8    Psoition 10 von 47 Schulen im District

  • Beatrice Kaaya  314
  • Isaac Sudi  312
  • Esther Njeri  292

Ich möchte insbesondere Ann, Omar und Salim zu den tollen Ergebnissen gratulieren, gerade ihr lebt unter ganz schwierigen Bedingungen und ich sehe Euren besonderen Willen zu lernen, ich bin so stolz auf Euch!

 

Erster Ausflug der Schüler der Habari Njema Hope Academy

Recht spontan haben Lehrer und die Gründerin der Schule -Esther Ndemwa- beschlossen, den Schülern zum Ende des Midterms einen Ausflug nach Shimoni anzubieten. Generell eine ganz tolle Idee, allerdings als ich davon in Kenntnis gesetzt wurde, dass von 175 Kindern nur 54 mitfahren können, da nicht alle Eltern in der Lage waren die 600ksh (6€) für den geplanten Ausflug aufzubringen, war ich schon recht enttäuscht und habe versucht mit Pheline, der Praktikantin, die ich im Januar an der Schule kennen lernen durfte, eine schnelle Lösung zu finden. Es blieben nur wenige Tage um umgerechnet 500€ aufzutreiben, schließlich wollten wir allen Kindern der Klassen 1-8 den Schulausflug nach Shimoni ermöglichen. Nach Rücksprache mit den Lehrern der Habari Njema Hope School wurde beschlossen, die Kindergartenkinder nicht mitzunehmen, da sie noch zu klein für diese Art des ganztägigen Ausflugs sind.

Pheline hat in nur wenigen Tagen 302€ in ihrem Freundeskreis gesammelt, die restliche Summe konnte durch die Spendendosen aus der Kinderarzt-Praxis Fakhim-Haschemi, des Friseursalons Gümmer, sowie einer Einzelspende von Andreas Neubert aufgebracht werden. Allen Spendern und insbesondere Pheline danke ich im Namen der Kinder ganz herzlich. Die Kinder hatten einen tollen Tag, wer denkt an dieser Stelle nicht selbst gern an damalige Schulausflüge zurück? Die Highlights des Schullebens und im kargen Leben dieser Kinder ein ganz, ganz Besonderes.  Die folgenden Handybilder von einer Lehrerin und einem Schüler sprechen für sich!  Kleine „Compositions“ einiger Kinder werden noch folgen, die Bildqualität war leider zu schlecht, sodass man sie nicht lesen konnte.

 

Paten dringend gesucht!

Die Habari Njema Hope School hat auch in diesem Term wieder neue Kinder aufgenommen, bei steigender Schülerzahl suchen wir wieder dringend neue Paten (Schulspeisung und Schulgebühr 140€/Schuljahr), die diesen Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch ermöglichen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter keniahilfe@gmx.de.

Klicken Sie hier, um die Kinder ohne Paten 21 Juni 2015 zu sehen.

Abstimmen und 1000€ für unseren Verein gewinnen

 

logo_dibadu_und_dein_verein_72dpiLiebe Sponsoren, liebe Freunde,

Eure/Ihre Stimme zählt! Unser Verein „Tuko Pamoja Kenya e.V. hat die Chance auf 1.000 Euro für die Vereinskasse. Denn wir machen wieder bei der großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit!

Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa auch in diesem Jahr je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, entscheiden auch Sie/Ihr mit Ihrer/Deiner Stimme!

Abstimmen für unseren Verein hier

Entscheidend ist, wer die meisten Stimmen erhält!

Also macht bitte Alle mit, jeder von Euch darf 3 Stimmen vergeben!!!

DANKE!!!

Zurück aus Kenia Februar 2015

Das neue Schuljahr hat Anfang Januar 2015 in Kenia begonnen, leider haben neun Kinder die Schule verlassen (aus versch. Gründen: Elternteile verstorben,Trennung der Eltern oder durch den weiterhin besorgniserregenden Rückgang des Tourismus, der viele Arbeitsstellen gekostet hat und damit einige Familien zum Wegzug bewogen hat.) Aber es gibt auch viele Neuzugänge, mittlerweile besuchen 169 Kinder die Habari Njema Hope Academy.

Gleich zu Schuljahresbeginn war erstmals eine Praktikantin an der Schule. Philine K. aus Ulm hat das Lehrerteam unterstützt und sich engagiert um die Kinder und deren Belange gekümmert. Sie bleibt voraussichtlich bis Ende März vor Ort. Philine hat eigenständig mit ein paar Kindern den Schulgarten neu angelegt. Sie hat mit dem Koch unter Extrembedingungen Mandazi gebacken, verletzte Kinder versorgt und sich sehr für das Wohl der Kinder eingesetzt. Sicherlich wird sie in vielerlei Hinsicht diese Zeit in Kenia niemals vergessen. Es hat Spaß gemacht, mit Philine zusammenzuarbeiten, wir hatten eine tolle Zeit.

Der Bau eines neuen Klassenraumes und einer Mauer rund um das Schulgrundstück konnte im Februar abgeschlossen werden. Der Mauerbau wurde mit dem Erlös des Wandertages am Stadtgymnasiums Köln/Porz finanziert. Ein neuer Klassenraum konnte mit einer Spende der Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen/Lippe gebaut werden. Ein großes DANKESCHÖN dem Sponsor aus Westfalen/Lippe und allen Schülerinnen, Schülern und Lehrern des Stadtgymnasiums Köln/Porz.

Desweiteren wurde Strom auf dem gesamten Schulgrundstück verlegt, die Dininghall frisch gestrichen und die Durchreiche der Küche baulich verändert. In drei Klassenräumen wurden abschließbare Schränke vom Schreiner eingebaut und zwei Klassenraumteilungen wurden entfernt, eine davon im neuen Klassenraum wieder errichtet.

 

Für die Schüler der Klasse 8 und einen Teil der Schüler der Klasse 7 gab es diesmal etwas ganz Besonderes. Dank einer Spende der Fam. Issel aus Köln und Helga T., die in Bayern fleißig Spenden gesammelt hat, konnten 10 Schulbänke und 20 Stühle angefertigt werden. 10 weitere Bänke und Stühle hat das Stadtgymnasium Köln/Porz finanziert.

Eine riesige Rutsche für unseren überdachten Sandspielplatz konnte außerdem Dank der Spende von Helga T. angeschafft werden. Die Freude der Kinder war riesengroß! Die Rutsche ist der Hit!

 

Auch Dr. Mwakoma war wieder vor Ort und hat alle Kinder Vorsorge untersucht, getestet und behandelt. Eine lange Prozedur bei der großen Anzahl der Kinder. Der Medikamentenbestand war glücklicherweise noch ausreichend bestückt, sodass nur wenige Sachen hinzugefügt werden mussten.

Zur größten Herausforderung zählt – noch mehr als im vergangenen Jahr – die Ernährung der Kinder. Aufgrund der nunmehr 169 Kinder muss das Budget nochmals angehoben werden, um den Frühstücksbrei und das Mittagessen weiterhin für Alle anbieten zu können. Wir suchen daher dringend noch Patenschaften für unsere vielen neuen Kinder.

Das Lehrerteam wurde um eine Lehrerin erweitert, an der Schule sind seit Januar 2015 9 Lehrer/Innen, ein Koch und ein Wachmann beschäftigt.

Helga T. aus Bayern hat neben der großen Geldspende auch noch  60 kg Wäsche für die Kinder im Gepäck gehabt. Für jedes Kind war etwas Passendes dabei, ganz herzlichen Dank, an all Diejenigen, die diese Kleidung gestiftet haben.

Dann konnten wir verschiedenen Kindern helfen, deren Familien dringend Unterstützung brauchten. DANKE,  den „Paten“, mit deren Geld das ermöglicht werden konnte. In einem besonderen Fall konnten wir einem Mädchen aus der ehemaligen 8. Klasse helfen, die notwendigen Sachen (Schuluniform, Matratze, Eimer, Waschmittel, Schulbücher, Hygieneartikel, Metallbox etc) zu kaufen, die Voraussetzung sind, um an einer Secondary School (Gymnasium) aufgenommen zu werden. Lydias Vater, alleinerziehend mit 5 Kindern (die Mutter ist vor 2 Jahren in einem Brunnen ertrunken), bat um Hilfe. Er ist sehr an der Bildung seiner Kinder interessiert, hat aber nicht die finanziellen Mittel. In einem anderen Fall haben wir einen Jungen der 5.Klasse ins Boarding augenommen, um den Vater, der alleinerziehend mit 12 Kindern dasteht, zu entlasten. Das sind teilweise Schicksale, die einem wirklich sehr nahe gehen.

Bevor ich mit dem Bericht über das Abschiedsfest ende, möchte ich noch kurz auf das Boarding eingehen. 45 Schüler, vorwiegend aus den Klassen 5-8, darunter auch Waisen, leben in kleinen Hütten, auf dem Gelände der Schulgründerin und Direktorin, Esther Ndemwa. Eine Unterbringung im Boarding kostet pro Jahr 225€/Kind (anstelle der 140€). Die Kinder schlafen in Doppelstockbetten, unter für uns -unzumutbaren Zuständen-, aber immer noch besser als im eigentlichen Zuhause, laut Direktorin. Die Kinder sind glücklich, sie bekommen täglich – auch abends eine Mahlzeit – , sie erhalten in den Abendstunden und ganz frühen Morgenstunden extra Unterrichtseinheiten, um bestens auf die landesweiten Examen vorbereitet zu sein. Die Kinder müssen in ihrer Freizeit, Wasser holen, Wäsche waschen, dem Koch zur Hand gehen. Sie leben in einer funktionierenden Gemeinschaft. Philine hat für die Kinder, die nur auf Latten geschlafen haben, 10 Matratzen gekauft. Zum Teil teilen sich derzeit 4 Kinder ein Bett! Diese Zustände werden sich in Zukunft aber ändern, das hat man uns zugesagt. Eine Sponsorin und Patin aus Wien hat versprochen, noch weitere Matratzen und Mosquitonetze zu bezahlen, wenn neue Betten und weitere Räumlichkeiten seitens der Schuldirektorin bereitgestellt werden. DANKE, Bernadette!

Und nun zum Highlight, dem wunderschönen Abschiedsfest, welches dank Helgas Spenden ausgerichtet werden konnte. Es gab zum Einen gutes Essen, Pilau -ein Reisgericht mit Ziegenfleisch -, dazu Fruchtsäfte, 170 Bananen und jede Menge Lutscher. Und zum Anderen hatte Esther Ndemwa eine Torte als  Überraschung und Dankeschön geordert! Eine riesengroße Musikbox wurde in der Kirche aufgestellt, alles verkabelt … emsig wurden Vorbereitungen getroffen. Helga hatte im Hotel ordentlich die Werbetrommel gerührt, sodass wir einige Besucher/Interessierte dabei hatten. Die Kinder haben dann klassenweise Lieder vorgetragen, sogar ein kleines „Theaterstück“ wurde gespielt. Im Anschluß an den offiziellen Part wurde die Kirche vorübergehend als Disco genutzt. Selten habe ich die Kinder so ausgelassen und fröhlich gesehen. Es wurde lange getanzt… und am Ende des Tages war ich trotz aller Widrigkeiten in Kenia, dann doch wieder überzeugt, das es richtig ist, was ich mithilfe der Spenden hier mache, dass diese Kinder unbedingt eine Chance verdient haben. Danke, den Besuchern, die eine Patenschaft übernommen haben und sich einbringen!

In diesem Sinne möchte ich ALLEN, die uns unterstützen, DANKE sagen, danke, dafür, dass sie meine Vision unterstützen und den Kindern damit helfen, größtenteils ohne selbst jemals in Afrika gewesen zu sein!

Auch, wenn wir nur wenigen Kindern helfen, es ist ein Anfang und ein Hoffnungsschimmer, wenn man sieht, was aus den Kindern geworden ist.

ASANTE SANA!

Ina Wolst

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