Good News aus Loolepo

Zur großen Freude der Kinder konnten heute die neuen Uniformen an die Kinder ausgegeben werden, mittlerweile ist die Schüleranzahl auf 240 gestiegen. Aus diesem Grund hat sich auch die Anfertigung der Uniformen um ein paar Wochen verzögert. Mark Sirinketi hat sich vor Ort um die Abwicklung gekümmert, ich möchte ihm an dieser Stelle herzlich danken. Ein großes Dankeschön aber vor allem an die Paten, denn ohne Sie wäre es nicht möglich gewesen, die Uniformen (Hose/Rock/Hemd/Bluse/ Tshirt mit Print plus Pullover) für alle Kinder zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren haben wir heute die Schule mit Nahrungsmitteln in Höhe von 2000€ versorgt. Die anhaltende Dürre macht es den Ärmsten derzeit noch schwerer, die Kinder hungern, Zuhause ist nicht ausreichend Nahrung vorhanden. Um den Einkauf und Transport hat sich Mark ebenfalls gekümmert. Danke!

Ein großer Fortschritt ist bezüglich der Krankenstation (Dispensary) zu verzeichnen. Tatsächlich wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen, es wurden viele Materialien angeliefert und das Versprechen seitens der bisher unzuverlässigen Politiker gegeben, diesmal die Dispensary tatsächlich fertigzustellen. Auf Nachfrage wurde auch zugesagt, dass sich sowohl um die Wasserversorgung als auch um eine Einzäunung des Geländes gekümmert wird. Sollten all diese Versprechen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden (Wahlen stehen nächstes Jahr in Kenia an 😊), dann haben sich das jahrelange Insistieren und Warten doch gelohnt. Immer wieder nach dem Motto „Hakuna Matata“!

Vorzeitiges Schuljahresende/News

COVID-19 hat auch 2021 unser Leben noch fest im Griff. Bedingt durch diesen Umstand konnte ich nicht wie üblich im Frühjahr nach Kenia reisen. Ich bin allerdings in fast täglichem Kontakt mit Mark Sirinketi, der mich über alle Neuerungen informiert. Im März hat die Gesundheitsbehörde des Bezirks Kadjado die Schule besucht und zur Auflage gemacht, dass noch weitere Toiletten gebaut werden müssen, damit Mädchen und Jungen räumlich weit voneinander getrennt zur Toilette gehen können. Wir sind dieser Auflage nachgekommen und haben zwei weitere Toiletten bauen lassen.  

Der Bau hat ca. 6 Wochen gedauert und konnte Mitte Mai fertig gestellt werden. Damit wurden alle Anforderung erfüllt, damit die Schule offiziell registriert werden konnte. Am 6. Juli 2021 kam dann die schriftliche Bestätigung des Bildungsministeriums. Wir sind darüber sehr froh.  

Der Bau der Krankenstation (Dispensary) wurde ganz kurzfristig weiter fortgesetzt, dann sind die Handwerker und der Contractor wieder ausgeblieben, wegen fehlender Bezahlung seitens der Regierung. Der Govenor wurde informiert. Wir warten ab, was anderes bleibt uns nicht.

Nach wie vor wurde die Loolepo glücklicherweise von COVID-19 verschont, es gab zum Glück auch keine Todesfälle ungeklärter Ursache. In diesem Fall ist die Abgeschiedenheit in der die Masai leben, ein wahrer Segen. Hingegen gibt es im Westen Kenias derzeit zahlreiche Todesfälle aufgrund der sich immer weiter verbreitenten Delta Variante. Impfungen wurden den Masai bisher nicht angeboten. Nach offiziellen Statistiken wurden in Kenia bisher erst 2% der Bevölkerung geimpft. Es besteht eine nächtliche Ausgangssperre und Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, woran sich aber ein Großteil der Bevölkerung nicht hält, insbesondere bei Politveranstaltungen. 

Im Mai war eine der Pumpen der von uns gesponsorten Brunnen defekt. Glücklicherweise waren die Masai in der Lage, die Reparatur selbst vorzunehmen. Toll gemacht!

Das kenianische Bildungsministerium hat im Mai festgelegt, dass zum 14.07.2021 das Schuljahr beendet wird, nachdem alle Schüler zu Schuljahresbeginn im Januar aufgrund der vorherigen, COVID-19 bedingten Unterrichtsausfälle, nicht versetzt wurden. Erst ab 2023 soll wieder zum routinemäßigen Schuljahreswechsel im Januar übergegangen werden.  

Hier ein paar Eindrücke aus dem Schulalltag der Kinder und vom letzten Schultag vor den Ferien: 

Mark hat jetzt während der Ferien den Auftrag, sich um die Anfertigung von Schuluniformen für alle Kinder zu kümmern. Wir erwarten mehr als zwanzig Neuzugänge, was die Gesamtzahl der Schüler auf knapp 200 erhöhen wird. Gestern war Mark den ganzen Tag nach Nairobi unterwegs, um T-shirts und Stoffe zu besorgen. Die T-shirts wurden mit dem Schul-Logo bedruckt.  

Wir werden hoffentlich zu Schuljahresbeginn im August in der Lage sein, die Kinder in den neuen Uniformen fotografieren zu können.  

Nachruf

Unerwartet mussten wir zu Beginn dieses Jahres die traurigen Nachrichten zur Kenntnis nehmen, dass zwei unserer langjährigen Vereinsmitglieder, zwei ganz besondere Menschen, viel zu früh verstorben sind.

Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien von Papa Orenge und Kurt.

Werden Sie Pate & schenken Sie einem Masai Kind in Kenia (Loolepo) Bildung und mehr

Liebe Interessierte,

mehr als ein Drittel der kenianischen Bevölkerung lebt in extremer Armut. Besonders schwierig ist das Leben für die Landbevölkerung – durch den Klimawandel können viele Familien kaum vom Ertrag ihrer Arbeit leben. Regenperioden fallen aus, Ernten vertrocknen, Tiere verdursten. Besonders betroffen sind die Kinder, in Kenia leben rund 41,5% der Kinder (lt. UNICEF) unterhalb der nationalen Armutsgrenze, viele sind von Hunger, Wassermangel, fehlender Schulbildung und Krankheiten, wie Malaria und Hepatitis sowie HIV bedroht.

Träume von einem besseren Leben bleiben daher oft nur Träume für viele Kinder, daher versuchen wir wir zu unterstützen. Wir setzen uns seit 2012 dafür ein, dass sich für einige kenianische Kinder das Leben nachhaltig verbessert. In unserem Projekt ermöglichen wir Masai Kindern und Jugendlichen in der abgelegenen Region am Fuße des Kilimandjaro den Zugang zu grundlegender Bildung an der von uns erbauten Nashipae Kindergarden & Primary School Kaitoriori.

  • Ihre Patenschaft gibt einem Masai Kind die Chance auf Bildung und Gesundheit
  • Ihre Patenschaft hilft dem Kind, der Familie und der Community vor Ort
  • Wir verbessern mit Ihren Spenden die Zukunftsperspektive vor Ort, wir sorgen für sauberes Wasser und medizinische Hilfe.

Mit 0,54€ Tag/ 17,00€ Monat/200,00€ Jahr machen Sie für ein Masai Kind den Unterschied. Mit Ihrer Patenschaft leisten Sie einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft eines Kindes in Loolepo. Bildung hatte viele Jahre für die Masai keine Priorität. Doch die Lebensumstände haben sich für viele Masai verändert, sie wurden gezwungen sesshaft zu werden und können daher ihren Lebensunterhalt nicht mehr ausschließlich durch Viehhaltung bestreiten. Somit ist das Interesse an Bildung ist gewachsen. Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben.

Werden Sie Kinderpate und geben Sie damit eine Perspektive, damit Träume nicht nur Träume bleiben! Leisten Sie nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe, denn Bildung ist der Schlüssel zu Veränderung.

                 Jetzt helfen und Kinderpate werden

Ein Masaikind freut sich auf Sie, Sie werden regelmäßig Informationen und Fotos von dem Kind erhalten. Auch ein Besuch vor Ort ist möglich und kann auf Wunsch von uns organisiert werden.

Ihre Patenschaft ist jederzeit kündbar und kann natürlich steuerlich geltend gemacht werden.

Unser „Manager“ in Loolepo

I am Mark Kisemei Sirinketi from Kenya, in Kajiado county, Loitokitok sub county, Kuku location, Iltilal sub location and Loolepo village. I am a bornified son of Loolepo village. I am a professional trained government teacher. I have known Tuko Pamoja Kenya e.V. for quite some long time through the founder Ina Wolst. Since 2016 I knew the association after construction of Olmakarikara borehole and first two iron sheets classes in Loolepo. I really appreciated Tuko Pamoja Kenya e.V. for the good work they have started in Loolepo village. I joined the association in March 2019, after the Loolepo community appointed me to represent them on their behalf. It is  with this due respect and pleasure I took my duty as a volunteer to work close with Ina Wolst through updating her about the progress of Loolepo village. Through pictures, emails and Whatsapp chats Ina has been getting any necessary updates from our side. Since I joined the organisation I have been able to oversee the implementation and completion of the following projects with guidance and directions from Ina Wolst:

  1. last bit and completion of Loolepo borehole in June 2019
  2. June 2019 two block classes
  3. November 2019 two block classes
  4. Solar installation in November 2019
  5. Enkusero borehole in November 2019
  6. Pupils/Teachers toilets in November 2019
  7. Two block classes in June 2020
  8. A kitchen in June 2020
  9. Maasai manyatta in June 2020

I on behave of Loolepo community I do really appreciate the good and wonderful work the association did to us.

Thanks a lot and be blessed all of you generous sponsors.

We are very happy about the big progress in Loolepo.

ASHE OLENG Vielen Dank

Jahresrückblick 2020

Liebe Sponsoren, Mitglieder und Freunde,

für uns alle neigt sich ein ganz besonderes Jahr dem Ende zu. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, wie sehr sich weltweit das Leben der Menschen durch ein einziges Virus derart verändern wird. Jetzt ist die Welt auf einmal im Wandel und wir müssen akzeptieren, dass es im Moment so ist, wie es ist.

Leider spalten sich die Geister zwischen denen, die COVID-19 und die damit verbundenen Einschränkungen zum Schutze aller, als Einschnitt in die Demokratie bezeichnen und bis heute lautstark dagegen protestieren und denjenigen, die gelernt haben, dass so viele Dinge im Leben, die uns zuvor wichtig erschienen, letztendlich zweitrangig sind und das was wirklich zählt, Familie, Freunde und Gesundheit sind und daher die Einschränkungen nicht als „Demokratie im Ausnahmezustand“ sehen.

Wirtschaftlich geht es vielen Menschen derzeit nicht gut, viele Menschen kämpfen um ihre Existenzen. Die weltweiten Maßnahmenkataloge, die „Lockdowns“, zur Bekämpfung/Eindämmung des Virus, betreffen uns alle, die Angst und Frustration ist groß und führt vielerorts zu Unmut. Doch ehrlich gesagt, klagen wir in Deutschland nicht auf sehr hohem Niveau? Toilettenpapier wurde zum Verkaufsschlager und auch Mehl, Hefe, Milch, Nudeln etc. wurden im April hoch gehandelt. Musste tatsächlich jemand hungern? Geben uns Familie und Freunde nicht Rückhalt in dieser besonderen Zeit? Wird uns nicht einmal mehr bewusst, dass in dieser schnelllebigen Zeit Dinge von Wert sind, die wir oftmals viel zu kurz kommen lassen haben? Wir wurden gezwungen, uns auf uns selbst zu besinnen und nicht alles als selbstverständlich hinzunehmen, ein Virus hat die „ganze Welt“ durcheinandergebracht, die vielen Einschränkungen behindern unser Sozialleben, was aus meiner Sicht der größte Einschnitt ist.   

Nun beklagen wir, dass wir Masken tragen sollen, nicht in den Urlaub fliegen können und die Sozialkontakte auf ein Minimum reduzieren sollen. Doch wir sehen nicht, dass wir uns glücklich schätzen können, in einem Land leben zu dürfen, das ein gutes Gesundheitssystem vorhält, welches unser Leben im Zweifel einer Erkrankung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen wird, zu retten. Hier hat ein Menschenleben einen anderen Stellenwert als im fernen Afrika, wo billigend in Kauf genommen wird, dass viele Menschen, die sich einen Krankenhausaufenthalt nicht leisten können, sterben werden. Dort ist das Gesundheitssystem dem Virus nicht gewachsen. Die Menschen sterben einfach in ihren Hütten und werden nicht zu den an COVID-19 Verstorbenen gezählt.

COVID-19  hatte Mitte April auch offiziell Kenia erreicht.

Touristen und ins Land zurückreisende Politiker haben den Virus eingeschleppt. Testungen laufen seitdem schleppend, wodurch sich die Anzahl der bekannten Infektionen noch immer vergleichsweise sehr geringfügig hält. Hochburgen sind nach wie vor die Hauptstadt Nairobi, Mombasa und der touristische Küstenort Malindi.

Die Community in Loolepo (Amboseli) wurde unsererseits bereits im März informiert, sodass erste Maßnahmen zum Schutz der Masai zeitnah ergriffen wurden. Das Tragen der Masken bei Zusammentreffen sowie das Fernhalten von größeren Städten wurden ab sofort umgesetzt. Gottesdienste wurden bis auf Weiteres abgesagt. Unser Manager, Mark Kisemei, hat sich um die Umsetzung dieser Maßnahmen sehr bemüht und versucht, die Community zu sensibilisieren. Eine nicht sichtbare Gefahr, ein Virus aus China, alles schwer vorstellbar für Menschen, die weit ab von jeglicher Zivilisation leben und das Weltgeschehen nicht unmittelbar verfolgen.

Der Lockdown aller Märkte, von der Regierung angeordnet, erfolgte dann Mitte April. Der Gesundheitsminister Kenias hat die Sache von Anfang an sehr ernst genommen und zu diesen radikalen Maßnahmen geraten, es gibt seitdem Ausgangssperren und auch durften Kenianer innerhalb des Landes nicht reisen, um die Ausbreitung zu minimieren. Es wurden bei Nichteinhaltung harte Maßnahmen seitens der Polizei ergriffen.

Für die Masai Community stellt der Lockdown der Viehmärkte bis heute das größte Problem dar, denn damit ist die einzige Einnahmequelle (durch den Verkauf von Ziegen/Rindern) versiegt. Es zeichnete sich ab, dass damit die Nahrungsmittelversorgung zu einem großen Problem wird. Im Mai haben wir daher einen Aufruf gestartet und konnten durch die positive Resonanz einiger Sponsoren, ein großes Nahrungsmittel-Hilfspaket für die Loolepo Community bereitstellen.

Außerdem haben wir im Juli 2020 damit begonnen, zwei weitere Klassenräume und eine Schulküche bauen zu lassen. Hier konnten sich die Masai über einige Monate einbringen und wurden dementsprechend entlohnt. Der Bau befindet sich derzeit in den letzten Zügen, durch eine heftige Regenzeit verzögern sich allerdings derzeit die letzten Arbeiten. Aber zu Schuljahresbeginn, am 4. Januar 2021, werden die Räumlichkeiten fertiggestellt sein.

Zuvor konnten wir im Januar 2020 zwei Klassenräume einweihen, deren Bau durch das Stadtgymnasium Köln/Porz und die Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen Lippe GmbH ermöglicht wurde. Fam. Issel aus Köln hat den Bau des Brunnens in Enkusero ermöglicht. Ein großes DANKESCHÖN an dieser Stelle an die Spender!

Leider werde ich 2021 an der Einweihung der neuen Räumlichkeiten nicht teilnehmen können, eine Reise nach Kenia scheint mir persönlich zum jetzigen Zeitpunkt im Januar/Februar viel zu riskant. Ich selbst könnte dort erkranken oder möglicherweise das Virus zu den Masai „tragen“. Allen Warnungen zum Trotz reisen dennoch viele „Keniasüchtige“ an die Küste, um dort unserem kalten Winter zu entgehen und die Sonne Afrikas zu tanken. Ich plane erst für 2022 meine nächste Reise nach Loolepo, dementsprechend möchte ich alle „Paten“ bitten, Geduld aufzubringen, was die „Post“ aus Kenia angeht. Aktuelle Bilder der Patenkinder wird mir unser „Manager“ vor Ort zu Schuljahresbeginn zukommen lassen, die werde ich dann gern an alle Paten weiterleiten und natürlich werden auch immer wieder Updates auf unserer Homepage zu finden sein.

In Kenia wird alles seinen gewohnten Lauf gehen, der Schulbetrieb wird Anfang des Jahres wieder aufgenommen und ich hoffe inständig, dass die Loolepo Community weiterhin von COVID-19 verschont bleibt.

Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn Sie  Ihre Patenkinder weiterhin fördern, indem Sie zu Schuljahresbeginn, im Januar 2021, den monatlichen oder jährlichen Patenschaftsbeitrag auf unser Vereinskonto überweisen.

Ich bedanke mich für die vertrauensvolle und wertvolle Zusammenarbeit und wünsche Ihnen und Ihren Familien, trotz der ganz besonderen Umstände in diesem Jahr, besinnliche, aber auch fröhliche Festtage im kleinsten Kreis.

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel!

„This was not the year to get everything you want.This was the year to appreciate everything you have.“

In diesem Sinne, alles Liebe und vor allen Dingen Gesundheit für 2021,

Ina Wolst

Fortsetzung des Schulbaus in Loolepo

Liebe Spender, Paten und Leser, wir freuen uns, berichten zu können, dass wir in der Lage sind, den Bau von zwei weiteren Klassenräumen (für Klasse 5 und Klasse 6) und einer Schulküche in Auftrag geben zu können.

Am 2. Juli 2020 haben die Bauarbeiten unter der Koordination und Aufsicht von Mark Kisemei in Loolepo begonnen.
Die Arbeiter sind dankbar, dass durch die Tätigkeiten am Bau nun für einige Monate eine sichere Einnahmequelle vorhanden ist. Der Lockdown in Kenia macht den Ärmsten das Überleben sehr schwer, da nach wie vor alle Märkte in der Region geschlossen sind und somit an den Verkauf von Vieh nicht zu denken ist.

Die Anzahl der Covid -19 Erkrankungen im Land nimmt kontinuierlich zu, der Peak ist voraussichtlich erst in ein paar Monaten zu erwarten.
Zu meinem großen Bedauern birgt daher eine Reise nach Kenia in diesem Jahr und sicher auch noch 2021 ein großes Risiko.

Covid-19 hat bis heute viele Menschenleben gefordert und Vieles weltweit zum Erliegen gebracht. Letztendlich können wir uns in Deutschland glücklich schätzen, im „worst case“ ein funktionierendes Gesundheitssystem zu haben, das Allen zur Verfügung steht. Der Verzicht auf Reisen ist da das kleinere Übel.

Es bleibt zu hoffen, dass die Loolepo Community verschont bleibt und das Virus in Afrika nicht „wütet“, wie befürchtet.

Nahrungsmittelspende für die Loolepo Community

Die Situation in Loolepo ist derzeit durch den COVID-19 bedingten  "lockdown" aller Märkte in Kenia extrem schwierig. Die Familien hungern,  denn der Handel mit Ziegen und Kühen stellt normalerweise die einzige  Einnahmequelle dar, um die Familien zu  ernähren. Die Heuschreckenplage und massive Überschwemmungen haben die Ernten zerstört, dementsprechend sind die Lebensmittelpreise in die Höhe  geschnellt. Aus diesem Grund haben wir einen Spendenaufruf gestartet.  Gemeinsam, über Kontinente hinweg helfen -unser Ziel- in dieser weltweit schwierigen Situation.  

Wir haben Anfang Mai die Familien in Loleepo mit Nahrungsmitteln (Bohnen, Mais und Öl) unterstützen können, da bereits einige Paten unserem Spendenaufruf nachgekommen sind. Die Freude über die Verteilung unserer ersten Lebensmittel-Hilfslieferung war riesig. Die Verteilung hat an der Schule stattgefunden.

Danke an die Spender, die dies ermöglicht haben.

Glücklicherweise gab es bisher keine Corona Infektionen in der Loolepo Community. Eine Behandlung wäre zum jetzigen Zeitpunkt dort auch absolut undenkbar. Unsere Kontaktperson hat die Community sehr frühzeitig gewarnt und über Hygienemaßnahmen aufgeklärt. Inwieweit das verstanden wurde, bleibt offen. Es freut uns aber zu sehen, dass zumindest einige der Masai bei der Verteilung der Lebensmittel Masken tragen.

Sobald sich die Lage hinsichtlich COVID-19 in Kenia entschärft hat, wird an der Krankenstation weitergebaut, Teilbeträge für die Fortsetzung des Baus wurden nach unserer Intervention vom Govenor endlich freigegeben.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals alle Freunde, Paten, Mitglieder und Spender bitten, weiterhin Werbung für unseren Verein zu machen.

Wir suchen noch dringend Paten ( es sind inzwischen mehr als 170 Kinder!) und freuen uns über jede, noch so kleine Spende!

Enkusero/Loleepo Januar 2020

Anfang Januar 2020 wurde in meinem Beisein in Enkusero ein weiterer Brunnen eingeweiht. Familie Issel aus Köln hat den Bau unseres mittlerweile dritten Brunnens in Amboseli/Kuku Ward finanziert. Während einer feierlichen Zeremonie mit Gesang und Tanz wurde der neue Brunnen in Betrieb genommen. Die Freude der Masai Community über das saubere Trinkwasser ist überwältigend. Auf dem Weg zum Brunnen mussten wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett wandern, dass trotz der ungewöhnlich vielen Regenfälle der letzten Wochen nur vereinzelt kleine verschmutzte, grünlich schimmernde Tümpel aufwies. Dieses Wasser wurde bisher zum Trinken, Waschen und Tränken des Viehs verwendet. Nun gibt es sauberes Trinkwasser, ein riesiger Fortschritt für diese Community auch hinsichtlich gesundheitlicher Risiken durch verunreinigtes Wasser. Ein riesiges DANKESCHÖN an dieser Stelle an Brigitta und Ulf! Die Masai Community heißt Euch jederzeit herzlich Willkommen.

 

Am folgenden Tag ging es nach Loleepo zur Einweihung von vier neuen Klassenräumen und sechs Toiletten. Kaum wiederzuerkennen war die Natur auf der über zweistündigen Fahrt, denn alles war so ungewöhnlich grün. Man hätte glauben können, an einem anderen Ort zu sein. Die sich wiederholenden kräftigen Regenfälle der vergangenen Wochen hatten die Region völlig verändert sprich „erblühen“ lassen. Da es auch in der Nacht vor unserer Reise geregnet hatte, war das unwegsame Gelände nicht so einfach passierbar, viele Schlammlöcher mussten umfahren werden, einziger Vorteil, viel weniger roter Staub als bei allen vorherigen Besuchen.

Bevor wir das Schulgelände erreichten kamen uns unzählige Masai johlend und hupend auf Motorrädern entgegen, unsere Empfangseskorte, es war sehr bewegend, diese freudigen, bekannten Gesichter nach einem Jahr wiederzusehen.

Die Masaifrauen kamen uns zu Fuß singend entgegen, jede Einzelne begrüßte uns persönlich. Wir wurden von der Gruppe aufgenommen und bewegten uns hüpfend und singend vorwärts Richtung Schule, wo ca. 140 Kinder, den Weg säumend, in einer langen Reihe standen und darauf warteten mit dem Auflegen einer unserer Hände auf ihren Kopf begrüßt zu werden. Die Scheu der letzten Jahre schien verflogen zu sein, auf manchen Gesichtern machte sich sogar ein scheues Lächeln breit.

Bewegend und unbeschreiblich schön diese ersten Eindrücke. Mark Kisemei Sirenketi, ein Lehrer der Region und derjenige, mit dessen Hilfe dieses Großprojekt Ausbau der Kaitoriori Schule/Loleepo umgesetzt wurde, war sichtlich aufgeregt, denn er hat diesen besonderen Tag organisiert und vorbereitet und war seit Mai 2019 tagtäglich mein Ansprechpartner bezüglich der Bauten.

Es folgten weitere Begrüßungen und dann wurden die neuen Räumlichkeiten alle nacheinander offiziell von mir eröffnet. Ein neuer Klassenraum konnte durch den Wandertag 2018 des Stadtgymnasiums Köln/Porz realisiert werden, der andere durch eine weitere, großzügige Spende der Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen-Lippe mbH (diese hatte bereits den in 2019 fertiggestellten Brunnen sowie den in 2016 überdachten Spielplatz  finanziert!) Besonders glücklich ist die Community, dass wir durch den Wandertag 2019 des Stadtgymnasiums Köln/Porz, Solarpanelen auf dem Schuldach platzieren konnten und damit nun Strom an der Schule zur Verfügung steht, was nicht nur den Schülern zu Gute kommt, sondern auch allen dort lebenden Masais weite Wege zum Aufladen ihrer Handys erspart und das Eindringen von Elefanten auf dem Schulgelände verhindert.  Daher an dieser Stelle ein ganz besonders großes DANKESCHÖN an alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer des Stadtgymnasiums Köln/Porz. Zum wiederholten Male hat unser Verein durch die erwanderte Spendensumme großartige Dinge in Kenia umsetzen können.

Die Toiletten und zwei weitere Klassenräume, Wassertonnen sowie 100 Bäumchen  konnten durch zweckungebundene Spenden gebaut/gepflanzt werden. Auch hier möchten wir allen Spendern danken.

Der einst völlig vergessen, trostlose Ort Loleepo am Fuße des Kilimandjaro hat mittlerweile einen „Namen“ in der Region bekommen und wird nun zum Zentrum für viele Masai Communities, die in der Region leben und sesshaft geworden sind. Es gibt nun in der Umgebung drei Brunnen und bald wird auch die kleine Krankenstation (neben dem Schulgelände) fertig sein und dann werden wir mit dem Bau der Maternity beginnen.

Die Masai träumen davon, sowohl eine Secondary Schule als auch eine Polytechnik Schule dort etablieren zu können. Vorerst müssen aber noch vier weitere Klassenräume, ein Sekretariat sowie eine Schulküche gebaut werden, damit der Standard einer Primary Schule (PP1 und 2 = Preprimary) sowie Klasse 1-8 entspricht.

Nach der Einweihung der Klassenräume gab es ein großes Meeting mit der Community, den Chiefs und Lehrern, alle, haben in langatmigen Reden 😊 immer wieder ihre Dankbarkeit über diese riesigen Fortschritte bekundet.

Wir hatten ca. 60 kg Bekleidung (danke an Anett aus Köln, meine Arbeitskollegin Gabi und Jonas M.), sowie 50 Tennisbälle, Trikots für ein gesamtes Fussballteam und Hemden für die Lehrer im Gepäck, die verteilt wurden, es fand sich für jedes Kind etwas.

Außerdem wurden Bücher und Schulmaterial, eine Weltkarte und andere informative Lerntafeln für die neuen Klassenräume vom Verein bereitgestellt.

Zur Feier des Tages wurde ein Rind geschlachtet, das der MCA der Region gespendet hat. Im Anschluss an das Essen haben wir uns mit einigen Masais zu Fuß auf den Weg gemacht, um eine Boma und den in 2019 eingeweihten Brunnen zu besichtigen.

Viel zu schnell ist es dann dunkel geworden und wir mussten leider den Rückweg antreten, während die Masai Jugendlichen noch ein wenig Party an der Schule gemacht haben. Auf dem Rückweg haben starke Regenfälle dazu geführt, dass wir einige Kilometer vor Erreichen des Ortes Loitokitok mit dem Auto im Schlamm stecken geblieben sind.  Zum Glück kamen aus dem Nichts mitten in der Nacht einige Masais zu Hilfe (ganz nach dem Motto „Hakuna Matata“), sodass wir doch noch vor Mitternacht zurück in der Unterkunft waren. Danke an den Chief Nkabani, der uns großzügigerweise einen Fahrer und sein Auto zur Verfügung gestellt hat!

Es war eine ereignisreiche Reise, gespickt mit so vielen, tollen Erlebnissen und Eindrücken, die eigentlich gar nicht in Worte gefasst werden können.

Ich freue mich schon auf meine nächste Reise und alles was dann kommen mag!

Viele Kinder (ca. 100) suchen noch einen Paten, bei Interesse an einer Patenschaft bitte melden unter keniahilfe@gmx.de

Spenden sind ebenfalls herzlich willkommen, damit wir in Loleepo noch viel voranbringen können.