Grengeler Waldspill: Tuko Pamoja Kenya e.V. auf dem Sommerfest der Grengeler Draumdänzer am 02.09.2017

Unser buntes Netz, das wir länderübergreifend mit Paten, Freunden und Sponsoren geknüpft haben, wird weitergeknüpft! Wir bedanken uns herzlich bei der Karnevalsgesellschaft Grengeler Draumdänzer (http://www.draumdaenzer.de), die uns ermöglicht hat, an ihrem jährlichen Sommerfest „Grengeler Waldspill“ mit einem Informations- und Verkaufsstand teilzunehmen.

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Unterstützung im Verkauf – Danke an Dich, Silja!

Trotz eines heftigen Regenschauers zu Beginn des Waldspills ließen die Besucher des Festes nicht auf sich warten und fanden sich auch an unserem Stand zahlreich ein. Gerne wurde wieder unser kenianisches Kunsthandwerk gekauft, welches von Familien in Kenia für uns gefertigt wird.

Es wurde v.a. aber auch viel gefragt – auch kritisch hinterfragt:

  • was unser Verein so macht (Förderung von Bildung, Ernährung und Gesundheit)
  • wie das Ganze entstanden ist (aus dem Bedürfnis zu helfen nach einer Urlaubsreise nach Kenia)
  • wo wir helfen (Ukunda – Schulpatenschaften; Loleepo – Bau eines Brunnens, Kindergartens/ Schule, zukünftig eine Entbindungsstation)
  • was eine Schulpatenschaft bedeutet (Unterstützung eines Kindes in Ukunda durch Übernahme der Schulgebühren und des Essensgeldes)
  • wen wir unterstützen (Kinder aus ärmsten Familien mit oft alleinerziehenden Müttern oder Vätern und vielen Geschwistern, ohne oder nur geringes Einkommen – damit diese Kinder eine abgeschlossene Schulausbildung erhalten und damit eine Chance auf ein besseres Leben haben)
  • was uns von großen Hilfsorganisationen unterscheidet (wir haben keine kostenträchtige Verwaltung, sondern arbeiten ausschließlich ehrenamtlich; wir bringen alles selbst vor Ort; unsere Reisen dorthin bezahlen wir selbst; persönlicher Kontakt; unsere Spenden kommen zu 100% an)
  • wie man mit seinem Patenkind in Kontakt treten kann (wir bringen Briefe der Paten zu unseren Kindern in Kenia und bringen Briefe mit zurück – dies erfolgt ausschließlich persönlich und kann deswegen nur erfolgen, wenn wir selbst nach Kenia fliegen oder wir Briefe/ kleine Geschenke Freunden mitgeben können; insofern können dazwischen Monate liegen)
  • wo unser Kunsthandwerk herkommt (von einzelnen Verkäufern aus Ukunda und Nairobi, die sich mit dem Verkauf ihren Lebensunterhalt verdienen, und zu einem kleinen Teil von unseren unterstützten Familien; ein zukünftiges Projekt ist es, dass die Familien aus Loleepo [Masai] ebenfalls für uns Kunsthandwerk herstellen, v.a. in der traditionellen Perlenkunst)

Es ist so viel Interesse bei den Menschen nicht nur aus dem Grengel da, etwas zu ändern, zu helfen, uns zu unterstützen! Wir bedanken uns ganz herzlich für zahlreiche Spenden und freuen uns über neue Paten! Der Erlös vom Verkauf wird wieder 100%  für unsere Kinder in Kenia verwendet – am nötigsten brauchen wir momentan Unterstützung für Arztbesuche oder bei familiären Notfällen! Aber auch bei Schulmaterial oder Gebühren für anstehende Examina, die unsere Familien nicht bezahlen können, unterstützen wir als Verein – und Sie mit uns!

Es war übrigens eine wunderbare Überraschung für uns, dass uns Frau Berghausen am Stand besuchte und dort von ihrem Urlaub in Kenia erzählte. Familie Berghausen unterstützt selbst ein Patenkind und hat mit ihrer Familie unsere Schule in Ukunda und eins der „Dörfer“ (Hüttenansammlungen), in denen die Familien unserer Schulkinder leben, besucht. Sie hatte ein Fotobuch mitgebracht und gleich interessierten Menschen gezeigt – außerdem hat sie uns eins als Dauerleihgabe für unseren Stand zur Verfügung gestellt (neben unseren Infomappen)! Vielen Dank, Meike!

Frau Berghausen hat übrigens „freudiges Wiedersehen“ mit den Kantenhockern und den Bleistiften mit Rassel drauf gefeiert, die sie für uns zum Verkauf aus Kenia transportiert hat. So funktioniert das – direkte Lieferung!

Es war herrlich, Erinnerungen auszutauschen und das Gefühl von „Zuhause“ zu haben!

  • Ach, schau mal, Mama Lucy, die uns das Obst liefert!
  • Oh, unser Patenkind ist ja auch auf Euren Bildern!
  • Da ist ja ein Bild von Papa Orenge und seiner Tochter Mary (sie ist eins unsrer ersten Kinder, die dank der Hilfe des Vereins die Primary School abschließen konnte, aufgrund von Fleiß sehr gute Noten erzielte, daraufhin ein staatliches Stipendium erhielt und die Secondary School hervorragend abschließen konnte – sie hat jetzt angefangen zu studieren! Und Papa Orenge ist Analphabet, Witwer mit zahlreichen Kindern und Gelegenheitsarbeiter – er hätte ihr das nicht ermöglichen können!)
  • Bei dem Stand am Strand habe ich mir auch schon Tücher gekauft!
  • Und die kleine Rose – die fällt mir immer sofort auf!
  • Guck mal, Obama habe ich hier auch auf unserem Plakat!
  • Da ist ja auch das Patenkind von Familie Keyser!
  • Und Francisca – unsere Managerin vor Ort und Lehrerin – sie ist so eine nette!
  • Erinnert Dich Madam Liberty (stellvertretende Schulleiterin) auch so ein bisschen an einen Feldwebel?
  • Zuerst war ich ja ein bisschen nervös, als ich mich mit dem Geldtauscher-Peter getroffen habe – aber das hat alles prima geklappt!
  • Die Kinder können sich so grazil bewegen – unglaublich, wie sie tanzen! Sie haben es ja sogar geschafft, Euch zum Tanzen zu bringen!

Unser Sortiment – Holzschnitzarbeiten, Speckstein, Perlenschmuck, Hornarbeiten, Vogelhäuser aus Kokosnuss u.v.m.

Meike Berghausen mit ihrem tollen Fotobuch am Stand!

Kantenhocker – neuestes Kunsthandwerk von Familie Berghausen aus Kenia mitgebracht!

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Danke auch an Familie Zehrer, die – obwohl erst kürzlich Paten geworden – tatkräftig mitgeholfen und sich sehr eingebracht haben! Sie sind bereits „infiziert“ und überlegen schon, wenn die Kinder ein wenig älter sind, eine Reise nach Kenia zu unternehmen! Solche Menschen helfen uns, unsere Sache mitzutragen und voranzubringen!

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Frank Zehrer mit Meike Berghausen

DANKE an den GRENGEL, wo unser Engagement für Kinder in Kenia durch unseren Verein Tuko Pamoja Kenya e.V. so großartig unterstützt wird!

Gunhild Lehmann

Ausführlicher Bericht von Familie Berghausen über den Schulbesuch in der Primary School St. Kevin Akademy Ukunda

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Nachdem wir nun seit zwei Wochen wieder zu Hause im geordneten Deutschland sind, alle Koffer ausgepackt und erste Urlaubsbilder sortiert sind, wird es Zeit unsere Eindrücke und Gedanken zu unserer Kenia-Reise festzuhalten. Wir blicken zurück auf einen zweiwöchigen Urlaub, knapp unterhalb des Äquators, in einem Land mit vielen Extremen, das dann, wenn man es unmittelbar live erlebt, trotz unserer allgemeinen Medienaufgeklärtheit, noch viel Überraschendes zu bieten hat. An der Küste zeigt sich Kenia als ein Land, mit einem ausgesprochen angenehmen Klima, sommerlich warm, aber nicht zu heiß, es geht ständig ein angenehmer Wind, der nie zu kalt wird. Der großzügige, weiße Sandstrand in Diani Beach mit Palmen und türkisblauem Wasser gehört zu Recht zu den schönsten Stränden der Welt.

Dank der intensiven Begleitung von Ina per WhatsApp hatten wir die Chance, ihre über Jahre aufgebauten Kontakte zu kenianischen Freunden zu nutzen und erlebten damit intensive Begegnungen mit Kenianern, die sonst für einen Touristenbesuch eher ungewöhnlich sind.

Mit fünf zusätzlichen zu unserem Urlaubsgepäck vorbereiteten Koffern verließen wir am vierten Urlaubstag das Hotel, um die Schule unseres Vereins zu besuchen. Außer Patengeschenken hatten wir gebrauchte Kinderkleider und Schuhe in allen Größen in den letzten Wochen zusammengesammelt. Wie verabredet wurden wir dann vormittags vor dem Hotel von der sympathischen Lehrerin Franzisca in Empfang genommen und fuhren nun in zwei Tuktuks zu sechst mit den Koffern bis zur Schule. Bereits am Schultor wurden wir mit Tanz und Gesang von den Schülern herzlich empfangen. Wir hatten nicht damit gerechnet, so freudig erwartet zu werden.

 

Das von einer Mauer umgebene Schulgelände besteht aus zwei Mal vier Klassenräumen für die PrimarySchool und dem kleinen Hauptgebäude mit Headmaster-Room und Räumen für die PreSchool-Kinder.

Es war leicht mit Schülern und Lehrern ins Gespräch zu kommen, gerne wollten sie auch fotografiert werden und ich war sehr dankbar, dass ich diesen Tag gemeinsam mit meinem Mann und unseren drei Kinder erleben konnte. Denn alleine wäre ich mit Eindrücken sammeln, fotografieren, Koffer auspacken und Gespräche führen gnadenlos überfordert gewesen.

Unter Mithilfe einiger Lehrerinnen waren die Kofferinhalte rasch nach Größen sortiert, so dass nun die Schüler klassenweise einzelne für sie passende Stücke bekamen. Die von mir befürchteten Streitereien und Gedränge um die schönsten Kleidungsstücke blieben gänzlich aus. Zu meiner Überraschung zeichneten sich sowohl die kleinen als auch großen Schüler durch Geduld und Zurückhaltung aus. Auch während der nächsten Stunden konnte ich unter den Kinder ein ausgesprochen freundliches Miteinander beobachten.

Der Schulhof und die unbefestigten Böden der Klassenräume waren im trockenen Zustand sehr staubig. Umso mehr überraschte es mich, in den Stapeln sehr ordentlich geführter Schulhefte keinerlei Flecken oder Verunreinigungen zu finden. Selbst im ersten Schuljahr hatten sämtliche Schüler ein bereits gleichmäßiges, schönes Schriftbild. Ich fragt mich, wie man Schüler motivieren kann, so zu arbeiten… Die wenigen Schulbücher, die vorhanden waren, ließen allerdings erkennen, dass bereits viele Schülergenerationen in ihnen gelesen hatten. In der Schule wird sowohl kisuaheli als auch englisch gesprochen. Weitere Unterrichtsinhalte (Naturwissenschaften, Religion, Gesellschaftswissenschaften) waren teilweise den Lehrplänen unserer Kinder ähnlich.

Unser jüngster Sohn beobachtete wie auf dem Schulgelände unter freiem Himmel das Mittagessen aus Reis und Erbsen zubereitet wurde: „Mit ein paar Ästen wurde ein Feuerchen gemacht auf dem ein großer Kessel, wie bei Miraculix (aus „Asterix“) gestellt wurde, in dem dann Reis kochte. Anschließend bekam eine Klasse nach der anderen, die kleineren zuerst, in Tellern das Essen ausgeteilt, das dann mit den bloßen Fingern, irgendwo auf dem Schulgelände sitzend, gegessen wurde. Die große, schwarze Wassertonne mit zwei Trinkbechern, war das Trinkwasser an dem sich alle bedienen konnten. Das Wasser einer zweiten Tonne wurde zum Händewaschen genutzt.

In der weiteren Mittagspause spielten die Kinder fröhlich: Die Mädchen hüpften auf in den Staub gezeichneten Hüpfekästchen, die Jungen schwangen wild an dem schaukellosen Schaukelgerüst (manchmal fünf Kinder nebeneinander), einigen Kinder sangen spontan, die größeren unterhielten sich. Als unser jüngster Sohn sich kurzerhand im Klimmzug an dem Schaukelbalken hochzog um dann anschließend in den Kniekehlen zu baumeln, versuchten einige Jungs begeistert es ihm sofort nachzumachen.

Auf Inas Empfehlung hin brachten wir für alle Schüler Bananen mit, die zuvor von der Obstfrau Mama Lucy angeliefert wurden. Fröhlich verspeisten wir dann zusammen die Bananen, die zwar von außen nicht so perfekt wie in Deutschland gewohnt aussahen, dafür aber deutlich mehr Geschmack hatten!

Als dann fünf hohe Lehnenstühle auf der kleinen Grünfläche für uns hingestellt wurden und alle Kinder sich vor ihren Klassenräumen aufstellten, ahnten wir, dass uns noch etwas erwartete. Es folgte eine für uns vorbereitete Präsentation aus Tanz, Gesang und Gedichten der verschiedenen Klassen, die uns beeindruckte und sehr gerührt hat. Einige Texte waren in kisuaheli, aber die englischen konnten wir gut verstehen: „Education, education is the key of life!!” Mich beschlich die Ahnung, dass diese Kinder den Sinn dieser Worte besser verstanden haben, als mancher deutscher Schüler. Spätestens dann, als einer nach dem anderen von uns zum Mittanzen aufgefordert wurde, wurden wir Bestandteil der afrikanischen Lebensfreude….

Als wir später die Schule mit Eindrücken gefüllt wieder verließen, hatte ich außer der Anrührung auch das Gefühl, diese Kinder wegen ihrer schwierigen Lernumstände bedauern zu müssen. Dieses änderte sich jedoch am Folgetag, als wir etliche Schüler dieser Schule in ihrem Zuhause wiedersahen. Jetzt verstand ich, dass für diese Kinder, die ohne finanzielle Unterstützung durch die Patenschaften nicht zur Schule gehen könnten, die Möglichkeit zum Schulbesuch, ein Riesenglück darstellt. Dies erklärte mir dann auch meinen Eindruck, dass sie mit besonders großer Motivation und Wertschätzung für Bildung in der Schule arbeiten. [Leider gibt es allein in Duruma Village noch 15 Kinder, die nicht zur Schule gehen können, da es ihnen keiner bezahlen kann.]

Seinen Gesamteindruck von dem Schulbesuch beschrieb einer unserer Söhne so: „Irgendwie war das, was wir in der Schule gesehen haben, total traurig, aber da alle soviel lachten, war es dann doch irgendwie total fröhlich!!!“

 Besuch im Duruma Village

Mit Papa Orenge, Vater einer der ersten Patenschülerinnen, die mittlerweile erfolgreich zur University geht, fuhren wir gemeinsam zu seinem Heimatdorf. Nach 15-minütiger Tuktuk-Fahrt über Feldwege ins Landesinnere erreichen wir zwischen kleinen Maisfeldern gelegen seine Lehmhütte. Freundlich wurden wir von seiner Frau Alice und der restlichen Großfamilie empfangen.

Sie führten uns durch das Duruma Village, eine Ansammlung von Lehmhütten für etwa 200 Menschen, darunter viele Kinder. Es gibt hier weder einen Wasseranschluss noch Strom. Somit gibt es ab 18.30 Uhr, wenn die Sonne untergeht, außer ein paar Petroleum-Lämpchen kein Licht mehr. Wir haben verstanden, dass sie auf dem Land, auf dem sie leben, nur geduldet sind. Der Eigentümer könnte jederzeit ihre Hütte abreißen und sie verjagen.

Alle Menschen, denen wir dort begegnet sind, waren äußerst freundlich und zuvorkommend. Wir haben viele fröhlich spielende Kinder gesehen, frisch gewaschene Schulkleidung auf der Wäscheleine und wir wurden auch in die Häuser gebeten…. Manches war wie irreal für uns, wir sahen die Bilder, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen….

Wir sehen, dass das in Bildung investierte Geld am meisten Früchte trägt. Ein Großteil dieser Kinder könnte ohne Patenschaft überhaupt nicht zur Schule gehen. Liebe Ina, dass sie nun Schüler sind, ist dein größter Verdienst. Trotz der ungleich verteilten Chancen sehen wir, wie gerade die Kinder relativ unbeschwert und natürlich damit umgehen können. Es bleibt zu hoffen, dass unser Verein auch für die Kinder, die noch dringend einen Paten brauchen, um zur Schule gehen zu können, schnellstmöglich einen Paten findet.

Was aber unabhängig vom Geld besteht, ist die Würde des Menschen. Allen Menschen diese Achtung entgegenzubringen, ist auch für uns ein hohes Erziehungsziel.

Meike Berghausen

Aktuelles aus Ukunda von dem Besuch einer Patenfamilie aus Köln

Im Folgenden sind ungefilterte Eindrücke, spontan per Whatsapp an mich geschrieben, von einer “Patenmutter” und Freundin aus Deutschland, die derzeit mit ihrer 5-köpfigen Familie Kenia bereist und unser Projekt in Ukunda /Diani Beach, die St. kevin Ukunda Hill Academy, besucht hat.

Liebe Meike, ich danke Dir, dass ich Deine Zeilen hier veröffentlichen darf!

“Jambo Ina,

nach einer guten Nacht erfreuen wir uns wieder an diesem herrlichen Klima. Der Strand in Diani ist wirklich paradiesisch schön! Es ist nicht zu heiß und immer recht windig.

Alle Kinder sind stundenlang im Wasser und genießen die Wellen. Gleich mache ich mal einen Bummel in Richtung Nakumatt… Vielleicht finde ich nach Eurer Beschreibung Mama Lucy. Hatte Francy die Bananen für morgen schon bestellt – oder soll ich das mal versuchen?

Liebe Grüße Meike

Liebe Ina,
Wir sind tief beeindruckt!! So eine Intensität an unerwartet fremden Eindrücken erlebt man nur äußerst selten im Leben.☺☺
Das gilt für uns alle Fünf. Ich bin froh, dass Alle mitgekommen sind, denn für Außenstehende lässt sich der heutige Tag nur schwer erklären.
Ich verstehe gut, warum dein Herz an diesen Kindern hängt… Es sind die Augen…ihre offenen Blicke…..ihr Lächeln.

Sehr beeindruckt war ich von ihrer zurückhaltenden Disziplin als die Kleider, Geschenke und Bananen verteilt wurden. So eine Szene wäre mit deutschen Kindern ganz anders gewesen.
Ich habe in die Hefte der 1. bis 5. Klasse geschaut. Wir kamen eben von Kopf bis Fuß staubig zurück. Trotzdem waren die ordentlich geführten Schulhefte total sauber . Erstaunlich! Ich glaube die Motivation der Schüler und die Wertschätzung für Bildung ist viel größer als bei uns.
Wir haben eine tolle Präsentation der Schüler mit verschiedenen Liedern, Tänzen und Poems bekommen. Die Bananen waren eine tolle Idee!

Wir sollten auch eine kleine Rede halten..
Wir haben unser Bestes gegeben..
Wir suchen noch unsere Rolle in dem Ganzen.
Mal sehen, ob ich überhaupt diese Nacht schlafen kann…
Danke für die Möglichkeit “deine Kinder” kennen lernen zu können.

Der Besuch bei Papa Orenge und im Duruma Village war sehr interessant und aufwühlend…Eine Ansammlung von Lehmhütten, völlig ohne Strom und somit ab abends ohne Licht und so wie wir es verstanden haben, auf einem Stück Land, auf dem Sie nur geduldet sind und jederzeit vertrieben werden können. Alle Menschen, denen wir dort begegnet sind waren äußerst freundlich und zuvorkommend. Wir haben viele fröhlich spielende Kinder gesehen, frisch gewaschene Schulkleidung auf der Wäscheleine, wurden auch in die Häuser gebeten…. Manches war wie irreal für uns, wir sahen die Bilder, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen….als ob jeden Moment Karl-Heinz Böhm um die Ecke käme…. Die Menschen wirkten entspannt und gingen freundlich miteinander um.

Die Maisfelder sehen zur Zeit kläglich aus. Mein Sohn sagte als Erstes als wir zurückkamen, das Eindrucksvollste was er erlebt hat, er konnte sich nicht vorstellen, dass es heute Menschen gibt, die so leben, da kann man viel draus lernen. Wir sehen, dass das in Bildung investierte Geld am meisten Früchte trägt. Scheinbar könnten ein Großteil dieser Kinder ohne Paten überhaupt nicht zur Schule gehen. Das ist dein größer Verdienst. Trotz der ungleich verteilten Chancen sehen wir, wie gerade die Kinder relativ unbeschwert und fröhlich damit umgehen können. Allerdings sind hier im Duruma Village noch mindestens 15 Kinder anzutreffen, die derzeit nicht zur Schule gehen können, weil es noch keinen Paten für sie gibt. Es bleibt zu hoffen, dass Euer Verein auch für diese Kinder schnellstmöglich Paten finden wird. Was aber unabhängig vom Geld erhalten bleibt, ist die Würde des Menschen. Allen Menschen diese Achtung entgegenzubringen ist für mich auch ein hohes Erziehungsziel.”

Liebe Meike, an dieser Stelle Euch ein herzliches DANKESCHÖN im Namen des Vereins, danke für das Mitnehmen von Post und die voll gepackten Koffer mit Mitbringseln für die Kinder der St. Kevin Ukunda Hill Academy!

Die Kinder in Kenia haben Euren Besuch genossen und werden es stets in guter Erinnerung behalten. Ein derart schönes Feedback auch von Dir persönlich zu bekommen, zeigt mir, dass wir als Verein nach wie vor auf dem richtigen Weg sind und die Unterstützung von Bildung das A und O darstellt. Ich bin gespannt, was Du sonst noch zu berichten hast! Keep US updated!

Grengeler Pfarrfest am 09.07.2017 unter dem Motto „Wir knüpfen ein buntes Netz“

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Auch wir, der Verein, haben mittlerweile ein buntes Netz länderübergreifend geknüpft. Paten aus der Schweiz, aus Österreich und aus allen Teilen Deutschlands unterstützen uns seit einigen Jahren. Das ist schon überwältigend, wenn man überlegt, wie “klein” wir begonnen haben.

In diesem Jahr waren wir erstmals mit unserem Verein am Grengeler Pfarrfest in Köln/Porz mit einem Verkaufsstand mit kenianischem Kunsthandwerk vertreten. Unsere Mitglieder Amina Flügel und Gunhild Lehmann mit Tochter Silja haben den Aufbau/ Verkauf organisiert und „Werbung“ für neue Paten gemacht. Euch Dreien ein herzliches Dankeschön. Das habt ihr toll gemacht!

Und ein ganz besonderer Dank geht natürlich an die Pfarrei der Katholischen Kirchengemeinde Christus König, die uns dies überhaupt ermöglicht hat.

Der Erlös aus dem Verkauf der Waren geht wieder zu 100% den Kindern in Kenia zugute. Mit diesen Geldern können Dinge, wie beispielsweise Arztbesuche und Hilfe in Notfällen finanziert werden. Darauf sind wir extrem angewiesen, da unsere anderen Spenden meist zweckgebunden sind, wie beispielsweise die Gelder für Patenschaften, die dann ausschließlich für die Ausbildung/Ernährung der Kinder genutzt werden.

Für drei bedürftige Schulkinder in Kenia konnten auf dem Pfarrfest Patenfamilien gefunden werden. DANKE!!! Das ist toll! Ich hoffe, es kommen noch mehr dazu!

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LETZTER AUFRUF!!!!

Wer seinem Patenkind noch Post mit nach Kenia geben möchte, der hat noch bis zum 21.07.2017 die Möglichkeit, einen Brief nach Köln (bitte Adresse bei mir erfragen!) zu schicken, der dann mit an die Schule genommen wird! 

Reisebericht von Dr. med. Kirsten Delbanco Februar 2017

Kenya, eine unvergessliche Woche im Februar 2017 in Ukunda und Loleepo

Endlich hatte es geklappt mit Ina Wolst unsere Patenkinder in Ukunda, Kenya zu besuchen.

Seit Jahren unterstützen wir Tuko Pamoja Kenya e.V. und ich war natürlich sehr gespannt, die Schule und die Lebensumstände der Kinder zu erleben. Außerdem wollte ich mich über das neueste Projekt, die Planung und den Bau der Maternity, des Geburtshauses bei den Massais in Loleepo in der Nähe des Kilimandscharos vor Ort informieren.

Auch das Thema Verhütung liegt mir als Frauenärztin natürlich sehr am Herzen.

Gleich nach meiner Ankunft in Ukunda traf ich mich mit Ina Wolst und wir gingen zu den Hütten unserer Patenkinder. Als Erstes besuchten wir Papa Orenge, dem ich ein Blutdruckgerät mitgebracht hatte und wir erklärten seiner Frau, wie sie nun mehrmals am Tag den Blutdruck messen und alles notieren solle. Schon diese erste Begegnung faszinierte mich sehr und zeigte mir die Aufrichtigkeit vieler Menschen dort. Papa Orenge unterstützt, soweit es für ihn möglich ist, seine Tochter, die nun Medizin studieren will, obwohl die Familie in einer Hütte ohne Strom oder fließend Wasser lebt.

Weiter ging es zu den einfachen Häusern unserer Patenkinder. Es war sehr ergreifend, sie persönlich kennen zulernen und zu sehen, wie sie unter den einfachsten Bedingungen leben, alle so herzlich sind und sich so freuten, uns zu treffen, wo man sich sonst nur aus Briefen kannte.

Am nächsten Tag besuchte ich die St. Kevin Schule und kam mit gefüllten Taschen, um meine Mitbringsel zu verteilen. Franziska, eine Lehrerin, die auch mit uns nach Loleepo fuhr, suchte die Bedürftigsten aus und so sahen wir viele strahlende Gesichter mit Geschenken, vor allem mit Rucksäcken und Bällen. Es wurde gerade fleißig für das anstehende Dramafestival geübt, auch Purity, unser kleinstes Patenkind war eifrig dabei.

Leider konnte ich das Dramafestival dann nicht live erleben, da aus nicht so ganz geklärten Umständen (fehlende Zahlungen?) das Festival verschoben wurde. Aber Ina Wolst hat später daran teilgenommen und mir Bilder geschickt, sodass ich die Kinder in ihren bunten Kostümen bewundern konnte!

Ich war fasziniert von der Disziplin in den Klassen, schon die Kleinsten lernen auf Englisch in ihren Schuluniformen, lernte aber auch die andere Seite Kenyas kennen. Man muss immer auf der Hut sein, besonders was Geldzuwendungen betrifft. Man muss sich immer alles unter Zeugen bestätigen lassen, auch wird gerne später noch einmal ein Betrag nachgefordert, der vorher nicht vereinbart war und es geht alles sehr, sehr laaaaangsam, was für mich eine interessante Erfahrung war.

Am Abend ging es dann mit dem Bus (10 Stunden) nach Loleepo mit Ina Wolst und Franziska, einer Lehrerin der Schule und Vertraute des Vereins. Was für eine Fahrt!!! Gut, dass es Nacht war und ich die durchgeführten, aber auch abgebrochenen Überholmanöver unseres Busfahrers nicht immer so genau verfolgen konnte. Aus dem einspurigen Highway mit einem Laster mit Containern nach dem anderen, wurde ein 2-3 spuriger. Unglaublich! Aber wir sind unversehrt angekommen und bezogen nach einer weiteren ca. 2-stündigen Taxifahrt (13 Menschen in einem 7 Sitzer) ein Zimmer in unserer Mountain Lodge. Der Name war das Luxuriöseste, besonders an die Duschkonstruktion (das ganze Bad inklusive Toilette stand beim Duschen unter Wasser!) muss ich immer mal denken, wenn ich bei mir zuhause morgens unter der Dusche stehe.

Am nächsten Tag gingen wir im Nachbarort, Kimana,  auf einen Wochenmarkt. Was für ein Farbenmeer war dort zu sehen, die Kleidung der Menschen, die ausgestellten Waren, faszinierende Gesichter und wir auf der Suche nach 104 ( ich weiß die Zahl nicht mehr genau) gleichen kleinen Schulrucksäcken für die Schulkinder der Massais. Und es hat geklappt!

Auch der Viehmarkt war sehr beeindruckend, auf dem die Massais aus der Umgebung Ihre Tiere verkauften, wir wurden doch wirklich in ein Verkaufsgespräch um eine ausgemergelte Kuh verwickelt. Und es gab den besten Obstsalat der Welt, mit Avocado, wir wurden von allen Seiten in diesem kleinen Restaurant (Bretterhüttchen) fotografiert, da wir weit und breit die einzigen Weißen waren.

Am nächsten Tag stand nun der grosse Tag an, die Fahrt nach Loleepo. Welch ein Erlebnis! Ausgestattet mit den Rücksäckchen und Schulheften und ausnahmsweise Lutschern machten wir uns auf den Weg und wurden sooo herzlich empfangen. Was für warmherzige Menschen, die in ihrer farbenfrohen Kleidung für uns tanzten und sangen, die strahlenden Augen der Kinder als sie die gefüllten Rücksäcke bekamen und einen Lolli und sich ganz ordentlich in eine Reihe aufstellten. Später gab es Chapati und das „sportlichste“ Huhn ( O-Ton Ina Wolst) für die Gäste zu essen.

Was für ein Tag! Ich könnte noch so viele kleine, schöne Begebenheiten erzählen. Wirklich ergreifend!

Leider hatte der Governor kurzfristig abgesagt und auch von der Dispensary, also der Krankenstation, die bevor das Geburtshaus verwirklicht wird, gebaut werden sollte, war noch nichts zu sehen.

Ich sprach mit den Massaifrauen auch über Verhütung, da mir dieses Thema als Frauenärztin sehr am Herzen liegt. Mit 30 haben viele Frauen schon 10 Kinder, die verstorbenen nicht mitgerechnet. Bewegend empfand ich auch die Situation, als es einem kleinen Jungen nicht gut ging, er auf einem Karton am Boden lag und offensichtlich Fieber und Atemnot hatte. Wir fragten, was mit ihm nun passiere. Die Mutter, gerade ihr kleineres Kind stillend, meinte entweder schafft er es oder nicht! Der Weg in die nächste Krankenstation wäre zu weit und zu teuer. Wir gaben ihnen das Geld und nach einer Infusion mit Antibiotika ging es dem Kleinen am Nachmittag schon besser!

Auch das lernte ich in meiner Woche Kenya, dass man immer wieder mit Rückschritten rechnen muss. Ich bewundere Ina Wolst, dass sie sich nie davon abhalten lässt, weiter zu machen, immer wieder neue Ideen, z.B. einen neuen Brunnen in einem anderen Gebiet hat und diese verwirklichen wird. Ich kann es aber jetzt nach meiner Reise auch verstehen, denn wenn man in die Gesichter der Menschen sieht und das Lächeln und Strahlen der Kinder vor sich hat, ist viel vergessen.

Was für ein aufregender Tag, ich denke oft an diesen zurück.

Am nächsten Tag besuchten wir noch die nächste Krankenstation mit angeschlossenem Geburtszimmer! Unglaublich! Ina Wolst und ich waren schon ein wenig entsetzt über das Chaos in den Räumen und die trostlose Ausstattung. Ich musste doch direkt an einen Kreißsaal bei uns denken. Kein Vergleich!!!

Nun hoffe ich sehr, dass die Maternity gebaut wird, denn bei der Eröffnung in Loleepo werde ich ganz bestimmt dabei sein.

 Kirsten Delbanco

Paten dringend gesucht

Paten dringend gesucht!
Die St. Kevin Ukunda Hill Academy sucht ganz dringend neue Paten (Schulspeisung und Schulgebühr 150€/200€Schuljahr), die diesen Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch ermöglichen.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter keniahilfe@gmx.de

Kinder ohne Paten August 2017

Rückblick auf Februar/März 2017

Was machen unsere beiden Projekte?

Ende Januar dieses Jahres bin ich zu meinem 5-wöchigen Kenia-Aufenthalt aufgebrochen, mit Aussicht auf Veränderungen, Herausforderungen, Begegnungen – im Gepäck Geschenke, Briefe und Vorfreude auf die Kinder. Zurückgekehrt bin ich im März, wie immer mit besonderen Eindrücken, Erinnerungen, Erlebnissen und hunderten von Fotos.

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  1. Update aus Ukunda

Etwas holprig hat Anfang Januar 2017 für unsere Schüler an der St. Kevin Ukunda Hill Academy das neue Schuljahr begonnen. Unklar war, wie viele Patenschaften 2017 fortbestehen. Anfang des Jahres waren es nur 33 Kinder (von 110), deren Patenschaften gesichert waren. Eine Vielzahl der Kinder trudelte dadurch erst nach und nach an der Schule ein. An dieser Stelle nochmals die Bitte an all unsere Paten, doch rechtzeitig daran zu denken, dass immer Anfang Januar in Kenia ein neues Schuljahr beginnt. Schüler, deren Patenschaft nicht gesichert ist, dürfen nicht in die Schule kommen, so ist das leider in Kenia.

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Und jetzt die gute Nachricht, mittlerweile haben alle unsere Kinder einen Paten!!! DANKE an dieser Stelle, dass es trotz der Verzögerung doch noch geklappt hat und Sie die Kinder weiter unterstützen! Das ist großartig!

Trotzdem suchen wir noch immer ganz dringend weitere Paten für viele Geschwisterkinder, die noch nicht an der Schule sind (z.T. Kinderarbeit verrichten anstatt in der Schule zu sein) sowie für bedürftige Schüler der St. Kevin Schule.

Insgesamt freut es mich, zu sehen, wie gut unsere Kinder an der St. Kevin Ukunda Hill Academy aufgenommen und integriert wurden. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen. Die Schüler haben sich mittlerweile an den veränderten, strafferen Schulalltag gewöhnt, der bereits um 6:30 Uhr beginnt. Die strahlenden… lernenden Kinder zu sehen und zu hören, wenn ich die Klassenräume betrete, zeigt immer wieder, wie wichtig es ist, weiterhin dafür zu sorgen, dass diese Kinder zur Schule gehen können. Mary Orenge, 18 Jahre alt, ist die Erste unserer ehemaligen Schüler, die aufgrund ihrer guten Leistungen ein Stipendium vom kenianischen Staat bekommen hat und ab September ein Studium aufnimmt. Ich bin richtig stolz auf sie und hoffe, dass sie ihren Weg weiterhin geht und für viele als Vorbild fungiert. Ihr Beispiel zeigt, dass es  möglich ist, es zu schaffen, auch wenn man aus ärmlichsten Verhältnissen kommt.

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Gleich zu Beginn meiner Reise Ende Januar 2017 wurde ich mit dem Schicksal der Familie Said konfrontiert, die Anfang Januar ihr Zuhause verloren habt. Drei Kinder dieser Familie (Salim, Kassim und Matano) werden seit Anbeginn unserer Vereinsgründung durch Paten unterstützt.

Was ist passiert?

Die Drei haben mit den Großeltern (Die Eltern sind nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern) in einer Lehmhütte als illegale Squatters gelebt… ohne Grundbesitzurkunde. In Kenia hat die Polizei in diesem Fall das Recht, die Familien zu vertreiben.  So geschehen mitten in der Nacht Anfang Januar 2017 ohne Vorankündigung- die Hütte wurde einfach abgefackelt und anschließend eingerissen…  Die insgesamt 16- köpfige Familie musste um ihr Leben rennen, um nicht in der Hütte mit zu verbrennen. Das wenige Hab und Gut wurde komplett verbrannt. 16 Personen, darunter unsere drei Schulkinder waren von heute auf morgen ohne Dach über dem Kopf. Jegliche Lebensgrundlage genommen, da auch im gleichen Zuge durch die Polizei 24 Mangobäume und 22 Kokosnusspalmen abgeholzt wurden, um sicher zu stellen, die Familie endgültig vertrieben zu haben. Die Familie wurde verteilt bei hilfsbereiten Nachbarn aufgenommen. Der Schulweg wurde für die Kinder dadurch zu lang und war nicht mehr zu meistern.

Im Folgenden Bilder der sinnlosen Zerstörung des ehemaligen Zuhauses dieser drei Kinder.

Kurzentschlossen haben Mitglieder in Iserlohn einen Spendenaufruf gestartet, was uns ermöglichte den Dreien einen kleinen Raum in der Nähe zur Schule anzumieten, in dem sie fortan leben werden … unter der Aufsicht einer Lehrerin.

Auch in diesem Jahr haben wieder Paten aus Deutschland ihre Kinder an der Schule besucht und wurden herzlich von den Schülern begrüßt.

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Außerdem habe ich mit all diesen Paten einen kleinen Ausflug in die Dörfer gemacht, damit sie sehen können, woher unsere Kinder kommen. Unser Ehrenmitglied Papa Orenge hat allen Paten voller Stolz sein Zuhause gezeigt und uns jedes Mal herzlich willkommen geheißen. Mama Alice hat Tee gekocht und zur Feier des Tages auch Chapati gebacken. Wo auch immer wir hin gingen, wurden wir freundlich und dankbar empfangen. Die Eltern wissen die Unterstützung aller Paten zu schätzen und bringen das auch sichtbar zum Ausdruck. Überwältigt von der Gastfreundschaft, aber sicherlich auch berührt und nachdenklich sind die Paten in ihre 5-Sterne-Unterkünfte zurückgekehrt. Einmal mehr wird uns Europäern in solchen Momenten bewusst, wie gut wir es doch haben und dass es eigentlich gar keinen Grund zur Klage gibt.

An dieser Stelle möchte ich Klaus und Heike danken, dass Elijah jetzt ein fahrtüchtiges Rad hat, mit dem er den weiten Weg zur Schule bewältigen kann. Kirsten dafür, dass Papa Orenge jetzt regelmäßig seinen Blutdruck überwachen kann und Karin und Otto für die Spende, mit denen wir einige Bücher für die Kinder anschaffen konnten. Und Heidi dafür, dass sie Mama Katana die Schwangerschaftsverhütung bezahlt hat.  Darüber hinaus möchte ich natürlich auch all denen danken, die mir Geld für ihre Patenkinder mitgegeben haben, von dem ebenfalls -auf Wunsch der Kinder- nur Bücher und anderes Schulmaterial eingekauft wurde. Nicht zu vergessen, die Geschenke für die Patenkinder, Ihnen allen DANKE im Namen der Kinder.

Ein weiteres Highlight war für die Kinder der St. Kevin Ukunda Hill Academy die Teilnahme am diesjährigen landesweiten Drama Festival… und zwar mit den Kleinsten (Kindergarten bis Klasse2). Dem vorausgegangen waren unzählige Proben, mit einem eigens angeheuerten Drama Teacher. Beim ersten Entscheid im County haben die Kinder dann den ersten Platz gemacht, im Subcounty Wettbewerb kamen sie auf Platz 2! Das war eine tolle Leistung! K. Delbanco hat anteilig die Kostüme finanziert, wir konnten mit Spenden die Gestaltung des Bühnenbildes sowie den Transport zum Subcounty Entscheid finanzieren.

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Generell haben wir, der Verein, wieder versucht, da wo es mangelt einzuspringen oder unterstützend zur Seite zu stehen. Diese spontane Hilfe ist jedoch nur möglich, wenn wir im Vorfeld Spenden erhalten, die keinem bestimmten Projekt zugeordnet sind.

Dank Hanno S. und seinen Freunden haben wir im Februar nochmals zwei verschiedene „Uniformen“ für die Kinder anschaffen können, bestehend aus zwei Hosen/Röcken und zwei verschieden farbigen          T-Shirts mit Schul-Logo. Somit haben die Kinder jetzt drei Outfits zum Wechseln. Die Schulordnung sieht dies vor, damit sichergestellt ist, dass die Kinder einigermaßen sauber zum Unterricht erscheinen, was aber eine wirkliche Herausforderung ist, wenn man bedenkt, woher die Kinder kommen. Die Ausgabe der neuen Kleidung gestaltete sich -wie jedes Mal- einfach nur chaotisch, da steht man als Europäer daneben und fragt sich, warum das immer wieder so gemacht wird… aber pole pole … die Kinder sind ja geduldig und ertragen das Chaos mit Hingabe, denn schließlich ist die Freude auf die neue Kleidung so groß. Hanno…, ein riesengroßes DANKESCHÖN an Dich, Du unterstützt uns mit deinen Freunden seit einigen Jahren unermüdlich!!!

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Unser Vereins- und Vorstandsmitglied Gunhild Lehmann hat mich dann ab der 4. Woche vor Ort unterstützt, zu diesem Zeitpunkt war ich bereits im „Keniamodus“, sprich, ich hatte mich bereits an die Langsamkeit, die Unpünktlichkeit, das Nichteinhalten von Versprechen, das nervige Verhandeln um Preise, das Aushandeln und Feilschen, das Vergessen von Vereinbarungen etc. gewöhnt (täte man das nicht, würde man verzweifeln ). Gunhild kam mit Volldampf aus Europa und musste eine Vollbremsung machen… hahaha. Sie wollte einen Tagesplan (verzeih mir, meine Liebe…), aber den kann man machen, wird aber nur enttäuscht oder ist vollends entnervt, weil doch alles anders kommt als geplant! So war es doch, oder? … und wir lieben es trotzdem!

Unvergesslich bleibt auch der AUSFLUG MIT DER GANZEN SCHULE (208 Schüler, 6 Lehrerinnen, 2 Lehrer, 2 weitere Begleitpersonen der Schule, Gunhild Lehmann und ich). Zwei Tage vor unserer Abreise konnten wir dies dank großzügiger Unterstützung als Überraschung für die Kinder organisieren! Es ging an den Strand, mit einer Fahrt auf einem Glasbodenboot! Die Anfahrt zum Strand verlief aufgrund fehlendem kenianischen Organisationstalent ziemlich holprig – ja, mit solchen Schwierigkeiten kämpfen wir immer wieder, aber rückblickend können wir doch darüber lachen! Wir mussten die Schüler auf einige schnell organisierte Tuktuks verteilen, denn leider stand nur ein kleiner Schulbus zur Verfügung, der dafür 3x von der Schule zum Strand fuhr. Keiner der ortsansässigen Erwachsenen wollte bis zu dem Zeitpunkt wahrhaben, dass die einsetzende Flut uns im Nacken saß, die diese Art Bootsausflug unmöglich macht. Niemand verstand meine Hektik und Besorgnis.  “Hakuna Matata“ – alles wird gut-, “Mama, reg´ Dich doch nicht auf!!!“ Leicht gesagt… lol! Es passte dann gerade noch so… .

Die kleineren Kinder spielten mit ihren Lehrerinnen am Strand Kreisspiele und mit dem Ball – unglaublich, dass sie sich bei dieser Hitze immer noch bewegen können!

Die Größeren wurden mit mehreren Glasbodenbooten zum Riff gefahren – sie waren fasziniert, was es alles zu sehen gab. Fische, Seesterne – am Riff durften sie aussteigen und mit den Füßen im Wasser plantschen / auf einer Sandinsel toben. Natürlich gab es nicht wenige Kinder, die bis auf die Haut nass wurden – trotz Schuluniform! Sie hatten solchen Spaß! Die Bilder sprechen für sich.

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Eine Gruppe brachte einen großen roten Seestern mit an den Strand zurück, damit die kleineren Kinder ihn sehen konnten. Natürlich wurde er wieder ins Meer zurückgebracht.

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Viele Kinder hatten – bevor sie ins Boot stiegen – ihre Schuhe ausgezogen und ordnungsgemäß in Reihe abgestellt – leider direkt an der Wasserlinie. Diese stieg schnell, denn es war inzwischen Flut. Damit die Kinder ihre Schuhe auch nach dem Ausflug noch anziehen konnten und diese nicht als kleine Boote auf dem Meer dümpelten, mussten die an Land gebliebenen eine großangelegte Schuh-Rettungsaktion starten und diese an den höhergelegenen Schattenplatz bringen. Auch hier wieder… Hakuna Matata.

Anschließend noch eine Versammlung im Schatten, wo sich zuerst die Schuhe, dann die kleineren und nach und nach die größeren Kinder eingefunden hatten. Dort gab es Bananen und ein Getränk für jeden, sowie reichlich Haribo von Karin und Otto! Zum Schluss Aufstellen für ein Gruppenfoto! Viel zu schnell war der Nachmittag vorbei und die Kinder gingen fröhlich singend und sich tausendmal bedankend nach Hause. Das sind die Momente, die uns allen unvergesslich bleiben und richtig Freude bereiten.

Und jetzt möchte noch über das erstaunliche Ergebnis einer Diskussion auf dem Elternabend an der Schule berichten. Eines unserer Themen war Schwangerschaftsverhütung, vor Jahren noch undenkbar. Im Beisein der Väter haben wir diskutiert. Ich bin sehr froh zu erfahren, dass sich mittlerweile die Denkweise -viele Kinder sichern die Zukunft- ändert, weil auch die Eltern sehen, dass viele Kinder zu haben, auch gleichzeitig bedeutet, viele „Mäuler stopfen zu müssen“. Dies wird bei ständig steigenden Lebensmittelpreisen in Kenia zunehmend schwieriger. Außerdem wird gesehen, dass man ohne Bildung  fast nichts mehr erreichen kann und immer zu den Ärmsten gehören wird.  Ernten sind aufgrund der dramatischen Klimaveränderungen nicht mehr sicher, alles steht auf dem Spiel für viele Familien. Nachdem bekannt wurde, dass ich mit Mama Katana (33 Jahre, 8 Kinder/10 Schwangerschaften!) im Krankenhaus war, um ihr einen Hormonchip implantieren zu lassen, welcher fünf Jahre eine Schwangerschaft verhüten soll, war die Nachfrage auch von anderen Müttern und Vätern da, die ihre Familienplanung für abgeschlossen halten. Es wurde gefragt, ob wir auch diesen Familien die Implantierung finanzieren würden. Die Einnahme einer Antibabypille ist in Kenia nicht verbreitet und unüblich, auch der Gebrauch von Kondomen leider noch immer nicht flächendeckend.

Was mich an dieser Diskussion begeistert hat, war zum Einem das Umdenken, aber zum anderen auch die Offenheit der Mütter und Väter. Zwar wurde viel gekichert .… weil eben doch ungewohnt, solche Dinge in der Öffentlichkeit anzusprechen, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung! Ich bin fest davon überzeugt, dass viele unserer Schüler in Zukunft das Thema Familienplanung mit größerer Sorgfalt angehen, weil sie selber unter der großen Anzahl ihrer Geschwister „gelitten“ haben, nie genug zum Essen da war, kein Geld für Bücher, Kleidung etc. Frage ich unsere großen Jungs und Mädchen an der Schule, dann sagen sie mir einstimmig, zwei Kinder sind genug, denn ihre Kinder sollen es mal besser haben. Das ist ein Wort und hört sich vielversprechend an, hoffentlich setzen sie es dann auch so um!

Wie immer gestaltete sich mein 5-wöchiger Aufenthalt bis zum letzten Tag irgendwie hektisch, Dinge wurden noch -wie so oft in der Vergangenheit- auf den letzten Drücker fertiggestellt, so auch zwei Anzeigetafeln, die die Schulbehörde eingefordert hat. Hierfür hat  K. Delbanco das Material bezahlt!

Gefühlte 100 x waren wir in Lelas Buchladen und haben Bücher, Stifte und fehlendes Schulmaterial geordert, Schulschuhe umgetauscht etc.  Hier war jedes Mal eine gehörige Portion Geduld gefragt, da zu Schuljahresbeginn der Laden aus allen Nähten platzt.

Abschließend bleibt zu sagen: anstrengend war es, aber schön … die Kinder machen Fortschritte und nur das zählt letztendlich. Auch wenn ich persönlich oft das Gefühl habe, es geht 10 Schritte vorwärts und       9 zurück. Nein, so ist es natürlich nicht …es erscheint nur so…, ich muss mir immer wieder 2009 ins Gedächtnis rufen und schauen, was seitdem passiert ist, wie die Kinder und deren Eltern sich verändert haben, welchen Stellenwert Bildung bekommen hat. Das sind riesige Fortschritte. Es sind einfach tolle Kinder, für die es sich lohnt, weiterzumachen. Seien auch Sie als Paten und Spender weiter dabei! Ich würde mich freuen.

  1. Loleepo

Eine große Herzensangelegenheit ist für mich dieses Projekt. Ganz entlegen am Fuße des Kilimandscharo, 14 km von der Grenze zu Tansania entfernt, hilft unser Verein seit 2015 einer kleinen Bevölkerungsgruppe der Massai im County Kadjado/Amboseli. In Kuku Ward gibt es den kleinen Ort Loleepo, zu dem sich ca. 1000-2000 Menschen zählen, die weit verstreut in kleinen Hütten – in sogenannten Grals aus Kuhdung- leben. Ein Leben führen, wie vor 100 Jahren. Ursprünglich, weit ab von jeglicher Zivilisation, aber doch mit dem Wunsch nach Bildung und mehr Zivilisation.

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So halfen wir zunächst mit dem Bau eines Brunnens, um das Leben für Frauen und Mädchen erträglicher zu machen. Für das Wasserholen (in Trockenzeiten über Strecken von 25-40 km) sind bei den Massais ausschließlich Frauen und Mädchen verantwortlich, Männer passen eigentlich nur auf die Ziegen und Kühe auf. Aus unserer Sicht ein ziemlich laues Leben, wenn man vergleicht, was im Vergleich dazu die Masai Frauen leisten müssen. Wahre „Arbeitstiere“. Auch hier bei einem Alter von ca. 30 Jahren mindestens 10-fache Mutter!!!  Unvorstellbar für uns, daher zolle ich diesen Frauen höchsten Respekt. Faszinierend ist die Willkommenskultur dieses Stammes. So herzlich wurde ich bisher noch nirgendwo aufgenommen. Wo man hinschaut strahlende, stolze Gesichter, Gesang und Gelächter. Einfach beeindruckend.

In 2016 haben wir dann mit dem Bau einer kleinen Schule begonnen, damit die Kleinsten nicht mehr 8 km (ein Weg) zur weiter entfernt gelegenen Grundschule laufen mussten. Ein überdachter Spielplatz kam hinzu, finanziert durchgroßzügige Spenden.

Bei meinem letzten Besuch im September 2016 in Begleitung eines anderen Vereinsmitglieds haben wir dann mit den Masai diskutiert und weitere Hilfe durch unseren Verein zugesagt. Allerdings sollten die Masai selbst entscheiden, wie die Unterstützung aussehen soll, was sie am Nötigsten in der Region brauchen. Nachdem Männer und Frauen getrennt voneinander beratschlagt hatten, wurde uns mitgeteilt, man wünsche sich ein Gesundheitszentrum, sprich eine kleine Krankenstation mit Entbindungsstation. An dieser Stelle haben wir dann die Chiefs und den MCA (entspricht einem Landtagsabgeordneten) der Region mit ins Boot geholt und Bedingungen gestellt, nämlich, dass wir bereit wären, eine „Maternity“ (Geburtshaus) zu bauen, wenn seitens der Regierung vorher eine kleine Krankenstation (Dispensary) gebaut wird. Aufgrund der Erfahrungen, die wir bis heute in Kenia gemacht haben, wollten wir nur noch Hilfe anbieten, wenn auch die Regierung bereit ist, etwas für die Bevölkerung zu machen, sprich Verantwortung übernimmt.  Ansonsten entsteht möglicherweise der falsche Eindruck, dass wir zum einen über endlose Gelder verfügen und zum anderen Verantwortung übernehmen, was wir aber keinesfalls wollen, nach wie ist Hilfe zur Selbsthilfe unser Motto. Und die Politiker müssen endlich lernen, für ihre Bevölkerung da zu sein, anstatt Entwicklungshilfegelder in ihre Taschen zu scheffeln.

Uns wurde zugesagt, dass Loleepo eine Krankenstation bekommt. Die Freude darüber war groß. So beschlossen wir Ende Dezember wieder nach Loleepo zu reisen um den ersten Spatenstich für die Maternity zu tun. Leider kam dann doch alles ganz anders, der Bau der Krankenstation verzögert sich bis zum heutigen Tag. Die Zusagen mussten geprüft und vom zuständigen Govenor abgesegnet werden.

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Trotzdem bin ich in Begleitung von Frau Dr. Delbanco Ende Februar nach Loleepo gereist. Eine abenteuerliche Reise, sicherlich unvergesslich für K. Delbanco, die noch niemals zuvor in Afrika war.

Wie zuvor wurden wir überschwänglich begrüßt. Ein Willkommen der besonderen Art, wir haben die Massai in ihren Hütten, die Kinder in der Schule, den Markt in Kimana besucht. Eindrücke der ganz besonderen Art. Für die Kinder haben wir 108 kleine Schulrucksäcke, 4 Hefte für Jeden und Stifte, sowie Lernplakate als auch Kreide gekauft. Helga L. aus Bayern hat dies mit ihrer Spende ermöglicht und den Kindern damit eine große Freude gemacht. DANKE!

Der Bau der Maternity wird hoffentlich noch in diesem Jahr beginnen können. Abzuwarten bleibt, wie die Wahl in Kenia im August 2017 ausgeht und ob dies Konsequenzen auch für den Bau der Krankenstation haben wird. Aber wir schauen positiv nach vorn und hoffen das Beste. Ein zweiter Brunnen gehört ebenfalls zu unseren Zukunftsvisionen in diesem Teil Kenias. Sicherlich haben auch Sie von den großen Dürreperioden gehört, denen einige Menschen und viele Tiere zum Opfer gefallen sind. Der Klimawandel macht auch vor Kenia keinen Halt und erschwert die ohnehin so schwierigen Lebensbedingungen dieser Menschen noch zusätzlich. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass nach wie vor so viele Menschen auf dieser Erde keinen Zugang zu Wasser haben. Mit einem weiteren Brunnen helfen wir zwar nur Wenigen, aber es ist zumindest ein kleiner Beitrag.

Abschließend möchte ich sagen, dass es nach wie vor ungeheuer viel Freude macht, in Kenia zu helfen, auch wenn es Menschen gibt, die dies anders sehen und mich/uns nicht verstehen. Ich denke, die vielen Bilder sprechen für sich, schauen Sie in die Gesichter der Menschen. Außerdem ist Kenia ein faszinierendes Land und allemal eine Reise wert.

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Allen Paten, Freunden, Spendern und Mitgliedern, die uns nach wie vor unterstützen möchte ich DANKE sagen, Danke für das Vertrauen in unsere Arbeit.

Im Juli fliegt eine „Paten Familie“ aus Köln nach Kenia, wer möchte kann mir Post für die Kinder zukommen lassen (Ina Wolst,  Große Reihe 26       24787 Fockbek), ich werde die Briefe dann weiterleiten. Bedingt durch meinen Umzug in den Norden hat sich sowohl dieses Update als auch das Versenden der Briefe aus Kenia ein wenig verzögert. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Änderung der Postanschrift

Liebe Mitglieder, Freunde, Paten und Sponsoren,

aus aktuellem Anlass hat sich die Postanschrift unseres Vereins geändert, zukünftig erreichen Sie mich unter folgender Adresse:

Ina Wolst    Große Reihe 26      24787 Fockbek     Mobil: 0176/81154159

Der Vereinssitz verbleibt in Köln unter geänderter Adresse.

 

Schuljahresbeginn in Kenia an der St. Kevin Ukunda Hill Academy

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Liebe Paten,

in Kenia hat vergangene Woche das neue Schuljahr begonnen. Auch so an der St. Kevin Ukunda Hill Academy. Leider haben sich nach wie vor erst 70 von  über 100 Paten rückgemeldet bzw. den Spenden-Betrag überwiesen.

An der St. Kevin Ukunda Hill Academy herrschen we an vielen Schulen Kenias strenge Regeln, wer nicht bezahlt, darf  nicht am Unterricht teilnehmen und wird nach Hause geschickt, was so leider auch geschehen ist, daher brauche ich dringend eine Rückmeldung von Ihnen. Viele unserer Eltern sind auch nicht in der Lage die geforderte Zuzahlung von 1500KSH /Term aufzubringen, was ein zusätzliches Problem darstellt und das wir versuchen zu lösen, indem wir in unseren letzten Anschreiben um die Erhöhung des Jahresbetrages auf 200€/Jahr gebeten haben,

Meine Bitte an Sie, wer sein Patenkind oder ein Kind weiterhin unterstützen möchte, den bitte ich, mir möglichst zeitnah Bescheid zu geben oder den Betrag (Teil-Zahlungen sind auch möglich) auf unser Vereinskonto bei der Raiffeisenbank Frechen/Hürth zu überweisen. In Kenia wartet man auf unsere Rückmeldung. Bitte haben Sie dafür Verständnis und verstehen meine “Ungeduld” und nochmalige Erinnerung.

Sollten Sie bereits überwiesen oder eine Terminüberweisung veranlasst haben, dann entschuldigen Sie bitte den nochmaligen “reminder”.

Ich danke Allen, die weiterhin ein oder mehrere Kinder unterstützen.